Von „Baby lass uns impfen“ zu „bist du nicht willig, so brauch‘ ich Gewalt“ in nur wenigen Monaten: Mit der „Freiwilligkeit“ der Impfung ist es nicht mehr weit her. Wer ab Montag noch ins Café, ins Kino, ins Schwimmbad oder zum Friseur will, muss sich die Nadel setzen lassen. Die üblichen Verdächtigen jubilieren über die 2G-Regel und die damit einhergehende Total-Entrechtung eines Drittels der Österreicher. Um den Tabubruch zu rechtfertigen, berichten die Mainstream-Medien nun über einen angeblichen Andrang auf die Impfbusse – und verzerren die Realität.

  • Intensivstationen füllen sich mit „Vollimmunisierten“ – trotzdem 2G-Regel
  • Medien berichten über angebliche Schlangen vor Impfbussen und „Rekorde“
  • Tatsächlich: Samstag unter schlechtesten Impftagen der gesamten Woche
  • Samstags-Minusrekord für Zweitimpfungen wurden sogar noch unterboten
  • Staatsfunk hausiert mit Freitagszahlen, dünneres Angebot an Wochenenden
  • Auch andere Medien jonglieren auf unseriöse Weise mit den Impf-Zahlen
  • Verschärfungs-Effekt ist kaum messbar, wird trotzdem reihum behauptet
  • Strategie der „künstlichen Verknappung“, um Leute in die Nadel zu treiben

Absurdität beginnt bei der Ausgangslage

Angeblich überall lange Schlangen vor den Impf-Bussen: Selbst wenn die Nachrichten stimmen würden, wäre sie beunruhigend. Denn wenn die experimentellen Corona-Impfungen tatsächlich der „Game-Changer“ gegen eine tödliche Seuche wären, bräuchte es wohl keinen Zwang. Viele Bürger würden eine solche „Immunisierung“ dann als sinnvoll erachten. Aber es handelt es sich um ein Virus, das gesunde Menschen im erwerbsfähigen Alter zu 99,9% überleben – und ein neuartiges Impf-Verfahren. Hunderttausende Nebenwirkungen sind längst in den einschlägigen Datenbanken erfasst.

Auch der vermeintliche Impfschutz scheint überschaubar. In nur 18 Tagen verdreifachte sich in Oberösterreich der Anteil der Zweifach-Geimpften auf der Intensivstation auf 32 ProzentWochenblick berichtete. Der Anteil der zwischen 15. Oktober und 2. November neu in der Intensivpflege aufgenommenen Patienten mit zwei Impfdosen betrug sogar 57 Prozent – was ziemlich exakt der Impfquote in OÖ entsprach. Die Bundesregierung reagiert, indem sie die Menschen früher oder später zum Drittstich verdonnert- Denn das Impfzertifikat hat ein Ablaufdatum.

Offizielle Zahlen widerlegen „Andrang“-Erzählung

Nun tauchen im Internet und in den Medien überall Bilder von Schlangen vor den Impfbussen auf. Man will damit suggerieren: Die Politik hätte das Richtige getan, endlich gehen die Menschen impfen. So etwa der Staatsfunk: „Am Samstag war der Andrang auf Impfstellen, etwa Impfbusse, jedenfalls ungewöhnlich stark.“ Der Zwangsgebührensender erklärt den Schmäh: „Ein Anheben der Impfquote gilt als entscheiden im Kampf gegen die Pandemie.“ Ein Effekt sei aber erst zeitversetzt sichtbar.

Besieht man sich aber die Daten, erhält das Narrativ aber einen Dämpfer. Das Corona-Portal des ORF wies (Stand: Sonntag 09:30 Uhr) für den Samstag ganze 13.999 verimpfte Dosen aus. Das ist zwar in der Tat der höchste Samstagswert seit 11. September – ein „Andrang“ sieht aber anders aus. Es ist – mit Ausnahme des Feiertags – der niedrigste Wert der ganzen Woche. Am Freitag waren es mit 25.228 fast doppelt so viele. Allerdings sind Freitage schon seit Monaten die impfstärksten Tage.

Unseriöses Zahlen-Jonglieren bei Staatsfunk & Co.

Beide Phänomene – der Anstieg an Freitagen sowie die Impfbus-Schlangen am Samstag – dürften womöglich auch mit den geringeren Impfangebot an Wochenenden zu tun haben. Man suggeriert also einen Ansturm, der in Wirklichkeit auf eine Verknappung des Angebots zurückgeht. Unter den frisch „vollimmunisierten“ sind die 3.511 Zweifach-Impflinge des gestrigen Tages sogar ein Samstags-Minusrekord innerhalb der letzten drei Monate. Um diesen Umstand zu verschleiern, verweist der ORF womöglich gezielt auf Zahlen vom Freitag.

Demnach würde in Niederösterreich „bereits am Freitag mit 3.300 Impfungen in den Impfbussen ein neuer Rekord erzielt“. Man verschweigt die traditionell höhere Zahl an diesem Wochentag. Doch das Bullshit-Bingo beim Küniglberg-Sender geht noch weiter. Die Rede ist von „fünf Mal so vielen Impfungen“ an Impfbussen am Samstag. Zudem seien „mehr als die Hälfte der verabreichten Injektionen Erstimpfungen“. Denn dieser Befund des Überhangs der Erstimpfungen gilt bundesweit für jeden Tag ab dem 22. Oktober…

Auch andere Medien operieren mit unseriösen Zahlen. So vermelden die „Salzburger Nachrichten“ einen „Impfbus-Rekord“ von 470 Impflingen. Dieser ist allerdings vor allem darauf zurück zu führen, dass es diesen im Bundesland erst seit Ende Juli gibt. Seit damals war die Impfbereitschaft insgesamt überschaubar. 

Menschen gegen den Willen zur Impfung getrieben

Sicherlich gibt es Menschen, die sich tatsächlich aufgrund der 2G-Regel nun impfen ließen – allerdings viele nicht aus freien Stücken. Jeder, der im Zuge einer Geschäftsreise in einem Hotel übernachten muss, braucht die Impfung. Jeder Jugendsportler, der noch nicht das Glück eines Profivertrages hat, muss sich spritzen lassen, um seinen Sport überhaupt ausüben zu dürfen. Dazu kommt eine ganze Reihe älterer Menschen, die im Jahr früh geimpft wurden.

Bei ihnen bedeutet die neue Neunmonatsfrist für die Gültigkeit des Grünen Passes, dass diese womöglich demnächst ausläuft. Neben den Fällen, die sich „boostern“ lassen, um mit den Enkerln ins Kaffeehaus zu dürfen, gibt es auch tragischere Schicksale. Wenn eine ältere Dame ihren Gatten nach 60 Ehejahren nur mehr mit 2G-Nachweis im Altersheim besuchen darf, ist das wohl kein Grund zur Freude, sondern ein tragisches Zeugnis für die Unmenschlichkeit des Corona-Regimes.

Ansturm-Meldungen als massenpsychologischer Hebel

Welchen Sinn haben Fake-Jubelmeldungen über einen Andrang also, wenn jeder Bürger auf offiziellen Internetseiten nachprüfen kann, dass diese nicht stimmen? Ganz einfach: Es hat einen massenpsychologischen Effekt. Menschen sind soziale Wesen. Wer ihnen lange genug verklickert, sie seien „die Einzigen“, die noch quertreiben, dann neigen sie dazu, sich ebenfalls zu fügen. Mit der Realität haben die Meldung aber (vorerst) nur im weitesten Sinne etwas zu tun.

Denn dafür, dass bereits 12-jährige Kinder ab Montag nicht mehr mit ihren Freunden ins Kino oder Schwimmbad gehen dürfen und keinen Haarschnitt in Anspruch nehmen, ist der vermeintliche „Andrang“ ziemlich überschaubar. Trotzdem wirbt die „Kleine Zeitung“ für den nächsten offenen Impftag am Dienstag bereits mit „langen Wartezeiten“. Auch hier operiert man offenkundig mit der Strategie der künstlichen Verknappung. 

Nachtrag: Medien schalten Propaganda-Maschine hoch

Im Laufe des Samstages folgten dann noch einige Nachmeldungen, der Endstand waren 16.263 Erst- und Zweitimpfungen. Das hielt den ORF nicht davon ab, trotzdem den Schmäh des „merklichen“ Ansturmes weiter zu befeuern. Er sprach von „fast 32.000“ Dosen. Dabei erschließt sich erst bei genauerem Hinsehen, dass 18.237 Impflinge davon und somit mehr als die Hälfte sich ihren Drittstich abholten… 

 

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