Nach einem Jahr Dauerkrise möchte Johannes Kreis im Rahmen einer Zwischenbilanz auf einige Veröffentlichungen und Umstände hinweisen, die so gar nicht zu der aktuellen Berichterstattung und den täglichen Regierungsverlautbarungen passen.

Ein Gastkommentar von Johannes Kreis

Nach einem Jahr sollte man ja mehr wissen, tut dies aber an kritischen Stellen gerade nicht:

 

 

  • Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass der Mensch keine wirksamen Antikörper gegen SARS-CoV2 bilden könnte.

 

 

  • Es beißt sich, wenn die hohe Zahl an positiv Getesteten eine hohe Zahl an Infizierten suggerieren soll, der Krankenstand und die Auslastung in den Krankenhäusern aber normal ist. Da hilft auch die Unterstellung eines Präventionsparadoxons nichts.

 

  • Gemäß den Influenzawochenberichten des RKI lagen die Atemwegserkrankungen in 2020 durchgehend unter dem Vorjahresniveau. Für schwere Fälle bestätigt dies die angesprochene IQM Studie von November 2020, die für 2020 von weniger künstlich beatmeten Patienten im Verhältnis zu 2019 berichtet.

 

  • Die Altersstruktur der Sterblichkeit mit einem positiven SARS-CoV2 Test ist von der normalen Sterblichkeitskurve nicht zu unterscheiden. Sie bildet sogar die höhere Lebenserwartung von Frauen ab.

 

 

  • Die Altersgruppe unter 65 Jahren, also 0 – 64 Jahre, einschließlich der Kinder, ist in 2020 keinem über das saisonale Maß hinausgehenden Risiko ausgesetzt gewesen, siehe oben und hier. Das schließt alle Erwerbstätigen, auch die Lehrer, mit ein.

 

 

Aber:

 

  • Schon frühzeitig war das Zusammenfallen von höheren COVID-19 Testzahlen mit der saisonalen Virenwelle auffällig. Dieser Umstand hat seitens der Wissenschaft keinerlei Beachtung gefunden. Eine Differenzierung zwischen COVID-19 und der saisonale Virenwelle findet weiterhin nicht statt (siehe oben zu den falsch-positiven Tests).

 

  • Weiterhin gibt es keinen unabhängigen Teststandard. PCR ist sein eigener Goldstandard. Nicht einmal der maximale Cycle-Threshold ist verbindlich festgelegt. Die wenigsten Labore geben diesen an.

 

  • Es gibt inzwischen Tausende von Mutationen von SARS-CoV2 von denen man weiß. Derzeit sind ca. 32.000 Sequenzen mit nicht-synonymen (Aminosäure verändernde) Punktmutationen bei CoV-Glue hinterlegt. Dort gehen aber nur Sequenzen mit maximal 10 Punktmutationen gegenüber der Referenzsequenz ein. Sequenzen mit mehr Mutationen nimmt man nicht an. Dasselbe wird von der GISAID Datenbank berichtet, dort für maximal 15 SNPs. Der Grund, zu stark von der Theorie abweichende Signale bewußt zu verwerfen, erschließt sich nicht. Trotz der Einschränkungen ergibt sich eine enorme Zahl von Mutationen.

 

  • Es ist klar, dass man die weit überwiegenden Mehrzahl der Mutationen (Replacements, Insertions und Deletions –  mit oder ohne Frameshift) in ca. 7,5 Mrd. menschlichen Lungen gar nicht kennt und die Gendatenbanken weiterhin einen Minimal-Ausschnitt der Natur zeigen.

 

  • Man kennt noch nicht einmal das vollständige Corona-Virom in einem Menschen, sondern nur die Variante, die die PCR Primer erkannt und verstärkt haben.

 

  • Welche Bedeutung ein genetischer Abstand zwischen Konsenssequenzen haben soll, die von der Wissenschaft festgelegt werden, ist vollkommen unklar. Die Natur kennt den Begriff der Konsenssequenz nicht. Es werden Sequenzen verglichen, die zu einem großen Teil nie zusammen auf diesen Planeten existiert haben, sondern teilweise Jahre auseinander liegen. Niemand kennt die unzähligen Generationen, die dazwischen lagen.

 

  • Die überwiegende Mehrzahl von Virusvarianten ist wieder verschwunden bevor sie jemand entdecken konnte.

 

 

  • Wann und wo eine Gensequenz zuerst gefunden worden ist, sagt nichts darüber aus, wann und wo die Natur sie zuerst geschaffen hat. Anhand der Orte und der Zeitpunkte der Probenentnahmen eine Ausbreitungsdynamik abzuleiten ist eine fragwürdige Methode.

 

  • Virale Genetik und klinische Symptomatik sind weiterhin entkoppelt. Es ist mehr als fraglich, ob die tausenden von Mutationen dasselbe Pathogen beschreiben. Dagegen sprechen die vielen asymptomatischen Fälle.

 

  • Für die ganz essentielle Zoonose-Hypothese von SARS-CoV2 fehlt weiterhin jeder Beweis.

Was sagen uns diese Fakten?

Insgesamt macht es bei nüchterner Betrachtung der statistischen Daten und ohne mediale Panikmache nicht den Eindruck, dass die Natur in 2020 irgendetwas anders gemacht hätte als in 2019 oder davor. Nach den statistischen Daten spricht nichts dafür, dass sich seit Ende 2019 ein zusätzliches Pathogen zoonotischen Ursprungs im Umlauf befindet.

Es wäre an der Zeit, dass die moderne Molekularbiologie, Virologie und Genetik etwas Belastbares zu einer Diskussion beisteuert, außer Konsensmutmaßungen und Fernsehauftritten.

Alle, die auf die Daten und Tatsachen hingewiesen haben, wurden diffamiert und verleumdet. Häufig mit Hilfe naseweiser Faktenchecker, die selbst nicht einen einzigen Tag im Labor verbracht haben und bis heute nicht in der Lage sind einen Vergleich zwischen 2020 und den Jahren davor zu ziehen.

Es ist an Erbärmlichkeit schwer zu überbieten, wenn sich das IQM (Initiative Qualitätsmedizin) auf der eigenen Webseite von correctiv.org bescheinigen lässt, dass man die richtigen Wahrheiten kundgetan habe und welche Wahrheiten zu beachten sind und welche nicht.

Politische Wahrheitswächter

Selbsternannte Wahrheitswächter, die wissenschaftliche Aussagen in das rechte Licht setzen und einordnen? Damit es zur Politik passt? Das hat mit freier Wissenschaft nichts mehr zu tun.

Die Wissenschaft hat inzwischen Angst vor den eigenen Ergebnissen. Krankenstand und Krankenhaus-Auslastung waren in 2020 normal. Und das bei steigenden Infektionszahlen. Das kann nicht an einem Lockdown gelegen haben, der auf die Infektionen (genauer positiven Tests) wirken soll. Aber niemand traut sich mehr das zu sagen.

Innerhalb eines Jahres hat man im Namen der Wissenschaft die Grundpfeiler der Demokratie erodiert und Eltern schauen sich ängstlich um, wenn ihre Kinder mit anderen Kindern draußen zusammen spielen.

Eine Bevölkerung in Angst und Schrecken, Über-80-Jährige, die ohne Bewegung eingeschlossen werden (gesund durch Waschbären-Faulheit?), ungetestete Impfungen, Übertherapie mit tödlichen Folgen, Pleitewellen, Millionen vernichteter Existenzen, traumatisierte Kinder im Bildungsabseits, massivste Grundrechtseinschränkungen, Versammlungsverbote, die Polizei hebt illegale Kindergeburtstage und verbotene Skatrunden aus, usw. Aber die Pharmaindustrie und ihre Lobbyisten bedienen sich nach Belieben bei den öffentlichen Gesundheitskassen.

Und genau darum geht es. Mit der saisonalen Virenwelle lässt sich nur mäßig Geld verdienen. Inzwischen sind wir bei einer vollkommen überbordenden Diagnostik und mindestens jährlich 2 Impfungen (zusätzlich zur Grippe-Impfung) – wenn das reicht.