Vergangene Woche bestätigte die US-Gesundheitsbehörde CDC 29 Fälle anaphylaktischer Schocks, die durch die Covid-Impfung mit dem Pfizer/BioNTech-Präparat ausgelöst wurden. Am häufigsten erlitten Frauen lebensgefährliche Reaktionen auf den Impfstoff.

Es ist die größte Impfkampagne in der Geschichte. Seit 14. Dezember wurden in den USA bereits mehr als 500.000 Bürger geimpft. Dabei zeigten sich bereits im Dezember Fälle von schweren Reaktionen auf die neuartige mRNA-Impfung. 29 Fälle anaphylaktischer Schocks, die sich zwischen 14. und 23. Dezember ereigneten, wurden nun von der US-Gesundheitsbehörde als Reaktion auf den Covid-Impfstoff bestätigt, berichtete die amerikanische Akademie der Kinderärzte (AAP).

Vor allem Frauen betroffen

Ein anaphylaktischer Schock ist die schwerste Form der allergischen Reaktion. Er kann mitunter tödlich enden. Es waren vor allem Frauen (90%), die nach Kontakt mit dem Pfizer/BioNTech-Impfstoff unter der heftigen Immunreaktion litten.

Im Internet gingen mittlerweile Videos weiterer zwei Frauen, die unter heftigen Reaktionen nach der Behandlung mit dem Corona-Impfstoff leiden, viral. Seitdem die beiden Amerikanerinnen, eine der beiden arbeitete als Krankenschwester, die mRNA-Impfung erhielten, zucken ihre Körper unaufhörlich, so als hätten die Frauen schwere, neurologische Schäden erlitten.

Das sind die Symptome eines anaphylaktischen Schocks:

● Atemwege: Gefühl des Schließens des Rachens, Stridor (hohes Geräusch beim Atmen), Atemnot, Keuchen, Husten
● Magen-Darm: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen
● Herz-Kreislauf: Schwindel, Ohnmacht, Herzrasen, Hypotonie (ungewöhnlich niedriger Blutdruck)
● Haut / Schleimhaut: Nesselbildung, Juckreiz oder Schwellung von Lippen, Gesicht, Hals

Impfen auf Druck durch Arbeitgeber

Neben älteren Menschen (Risikogruppe) waren bisher vor allem Bedienstete aus dem Gesundheitsbereich, die sich – oft auf Druck ihres Arbeitgebers hin – mit dem Covid-Impfstoff behandeln ließen. Die 29 von der Gesundheitsbehörde bestätigten Fälle wiesen ein Medianalter von 40 Jahren auf. Alterstechnisch gehören sie damit nicht zur Risikogruppe, was dafür spricht, dass die Betroffenen aus dem Gesundheitsbereich stammen könnten.

Allergikern wird abgeraten

Eigentlich wird Allergikern davon abgeraten, sich mit dem Corona-Impfstoff behandeln zu lassen. Doch 17 der 29 von der CDC gelisteten Fälle anaphylaktischer Schocks nach der Impfung gaben in nachfolgenden Befragungen an, dass sie bereits Erfahrungen mit allergischen Reaktionen auf verschiedene Stoffe hatten. Das wirft die Frage auf, warum sich diese Personen dennoch mit dem Impfstoff behandeln ließen. Wurden die Geschädigten vor der Impfung über etwaige Kontraindikationen aufgeklärt, oder wurde die ärztliche Sorgfaltspflicht außen vor gelassen?

Sie landeten erst recht auf der Intensivstation

Vier der Patienten mussten ins Krankenhaus, drei von ihnen auf die Intensivstation. Den Informationen der AAP zufolge, wurden alle Betroffenen bereits wieder nach Hause geschickt, verstorben sei niemand aus der Reihe der 29 bestätigten Fälle.

Todesfall sorgte für Aufsehen

Erst kürzlich sorgte der Tod eines amerikanischen Arztes für Aufsehen. Laut seiner Ehefrau starb der 56-jährige Gregory Michael aus Florida nach heftigen, körperlichen Reaktionen auf das Pfizer-Vakzin. Bis zu seinem Tod am 5. Jänner ging er 18 Tage lang durch die Hölle, blutete an Händen und Füßen und musste durchleben, wie seine Thrombozyten auf Null herabfielen.