Ein Israelisches Wissenschaftler-Team fand bei PCR-Tests heraus, dass Personen, die Aspirin in kleineren Dosen nahmen, um fast 30 Prozent weniger positiv getestet wurden. Festgestellt wurde auch, dass bei Aspirin-Beziehern eine Covid-Erkrankung zwei Tage kürzer ist und geringere Folgewirkungen hat. Die Beobachtungsstudie bezieht sich auf knapp 10.500 Personen, die Aspirin präventiv einnahmen.

Auch weniger Folgewirkungen

Aspirin, eines der ältesten (vor 120 Jahren entwickelt) und am weitesten verbreiteten Medikamente, verhindert möglicherweise Covid-19-Infektionen schlussfolgerten Israelische Wissenschaftler in einer jüngst veröffentlichten Studie. Patienten, die kleine Dosen Aspirin einnehmen, wurden in einer Stichprobe israelischer PCR-Tests um 29% weniger positiv getestet, sagte Milana Frenkel-Morgenstern von der Bar-Ilan Universität gegenüber Medien. Sie stellte außerdem fest, dass bei Covid-19 diagnostizierten Aspirin-Anwendern, die Erkrankung um etwa zwei Tage kürzer war, und wahrscheinlich weniger Nachwirkungen haben dürfte. Die Wissenschaftlerin war schon bei einer anderen Erkenntnis Vorreiterin, der dann andere Forscher folgten: Nämlich, dass Vitamin D Menschen einen deutlichen Schub bei der Bekämpfung von Covid-19 verschafft.

Hilfe bei Pandemie-Bekämpfung

Der Mechanismus, durch den Aspirin offenbar das Infektionsrisiko verhindert, ist noch unklar. Frenkel-Morgenstern nimmt an, dass die Länge der Krankheit wegen seiner entzündungshemmenden Eigenschaften verkürzt wird. Auch wenn es sich um eine Beobachtungsstudie und nicht um eine klinische Studie handelt, könnte Aspirin potenziell wichtig für die Bekämpfung der Pandemie sein, heißt es. Die Aspirin-Studie konzentrierte sich auf Menschen, die 75-Miligramm-Dosen des Arzneimittel zur Primärvermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einnehmen, diese aber noch nicht haben. Bei den Ergebnissen wurden auch Alter und Vorerkrankungen der Personen berücksichtigt. Die Studie wurde von Bar-Ilan, Leumit Health Service und dem Barzilai Medical Center durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im, von Experten begutachteten, FEBS-Journal veröffentlicht.

Lang erprobtes Medikament

Aspirin wird bei Schmerzen, Fieber und Entzündung eingesetzt. Mittlerweile wird auch die Kawasaki-Krankheit (entzündete Blutgefäße im ganzen Körper, vor allem bei Kindern unter 5 Jahren) oder rheumatisches Fieber damit behandelt. Wird Aspirin unmittelbar nach einem Herzinfarkt verabreicht, sinkt das Todes-Risiko. Das Mittel wird auch langfristig zur Vorbeugung gegen Herzinfarkt und die Bildung von Blutklumpen eingesetzt. Aspirin ist eigentlich der Markenname der Bayer AG für Medikamente mit diesem Wirkstoff. Darin enthaltener Wirkstoff ist die Acetylsalicylsäure. In der Naturmedizin wurde Weidenrinde gegen Fieber und Schmerzen aller Art eingesetzt – diese enthält Substanzen, die mit der synthetischen Acetylsalicylsäure verwandt sind.