Testen soll die vielgepriesene Möglichkeit sein, zur Normalität zurückkehren zu können. Doch davon abgesehen, dass die Tests für gewisse Leute auch eine lukrative Verdienstmöglichkeit sind, scheinen auch die Testergebnisse höchst fragwürdig zu sein. Von der positiv getesteten Papaya bis hin zum „Wohnzimmer-Test“ unterliege die Interpretation der Ergebnisse eher politischem Wunschdenken als der Realität.

Von Franziska Bernhard

Eine Infografik des deutschen Robert-Koch-Instituts zeigt auf, dass nur zwei Prozent der Testergebnisse überhaupt brauchbar sind. 98 Prozent sind fälschlicherweise positiv und zwingen die Betroffenen in Quarantäne, obwohl sie sich bester Gesundheit erfreuen. Die Gesamtzahl der Testergebnisse hänge stark vom Anteil der Infizierten unter allen Getesteten ab, so das Institut. Sinkt also der Anteil der Infizierten insgesamt, so sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, mit der ein positives Testergebnis tatsächlich auf eine Infektion hinweist. Je weniger Menschen also insgesamt infiziert sind, desto ungenauer werden die Testergebnisse.

So werden die positiven Testergebnisse schlichtweg falsch

Die Prävalenz gibt dabei an, wie hoch der Anteil derer ist, die tatsächlich mit Corona infiziert sind. Wenn also bei einer Prävalenz von je 1.000 Infizierten auf 10.000 Personen insgesamt ein positives Testergebnis von etwa 80 Prozent auf eine Infektion hinweist, sinkt dieser Wert bei nur noch 5 Infizierten pro 10.000 Personen auf lediglich zwei Prozent. Das heißt umgekehrt nichts anderes, als dass bei 5 Infizierten 98 Prozent der positiven Testergebnisse schlichtweg falsch sind.

Testen von Symptomlosen problematisch

Auch die internationale Fachpresse kritisiert die Schnelltests, da sie keine ausreichende Aussagekraft besitzen können. Die Gefahr, dass Antigentests ein falsch positives Resultat anzeigen, ist dann besonders hoch, wenn Tests für das Screening großer Populationen bei einer niedrigen Infektionsprävalenz eingesetzt werden – also genau in Fällen wie jetzt, wo möglichst alles und jeder ständig getestet werden soll.

Überwiegende Mehrheit falsch-positiv

Auch die viel beworbenen Teststraßen in Wien entpuppen sich als Augenwischerei. Allein in den ersten zwei Tagen wurden 106 Personen positiv getestet, der anschließende PCR-Test konnte aber bei nur 45 eine tatsächliche Infektion bestätigen. 61 und damit die überwiegende Mehrheit wurden fälschlicherweise positiv getestet.

Nun gilt wie immer die Frage Cui bono – wem nützt es? Der millionenfache Einkauf von Tests führt zwangsweise zu einem Boom der jeweiligen Anbieter und damit zu lukrativen Gewinnen, zumal die Testungen faktisch zwangsverordnet sind und sich damit nicht nach einer tatsächlich bestehenden Nachfrage orientieren, sondern per Dekret zwangsweise durchgeführt werden müssen.

Freiheitsentzug dank Massentests

Zudem sorgen die ungenauen Ergebnisse für eine künstliche Erhöhung der positiven Fallzahlen und somit für eine vermeintlich empirisch-wissenschaftliche Bestätigung der Maßnahmen. Je mehr getestet wird, desto mehr positive Tests treten auf und desto eher können diese neue Maßnahmen legitimieren. Es gibt keinen anderen vernünftig erklärbaren Grund, die Zwangstestungen weiter durchzuführen, außer den Freiheitsentzug durch künstlich in die Höhe getriebene Fallzahlen zu manifestieren.