In Israel sind bereits mehr als die Hälfte der Menschen gegen Corona geimpft, mehr als in jedem anderen Land bisher. Doch damit sind auch Gefahren für Gesundheit und Leben, wie auch für die persönliche Freiheit der Bürger verbunden.

Die israelische Impfpolitik wird nicht überall freudig übernommen. Schon bald nach dem großangelegten Impfbeginn wurden Studien veröffentlicht, die eine Steigerung der Todesrate durch die neuen Corona-Impfstoffe belegen sollen. So sollen laut einer Analyse von Daten des israelischen Gesundheitsministeriums bis zu 40 Mal mehr ältere Menschen durch den Biontech/Pfizer-Impfstoff verstorben sein als durch Corona.

Mehr Tote durch Impfung als durch Corona

Der Analyse zufolge starben 200 Personen von 100.000 Geimpften, während durch Corona 4,91 Personen verstarben. In der Altergruppe der Unter-60-Jährigen sterben 260 Mal mehr Menschen an der Impfung als an Corona, so der Wissenschaftler Haim Yativ und der Humanbiologe Dr. Hervé Seligmann. Denn in Israel werden nicht mehr nur Alte, sondern bereits auch Jugendliche der Impfung unterzogen. Zudem werden sämtliche Daten an Pfizer zu Forschungszwecken weitergeleitet. Allerdings sei der Vergleich der Zahlen schwierig, da hier eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle spiele, so die Kritik der beiden Wissenschafter. Jedoch zeigt sich die rigorose Politik Israels auch im Umgang mit Geimpften und Nichtgeimpften.

Staatlicher Druck und Überwachung

Während Geimpfte einen „Grünen Pass“ und somit den Großteil ihrer Freiheiten zurückerhalten, werden die Daten von Nichtgeimpften weitergegeben, um sie dann durch staatliche Stellen unter Druck zu setzen. Zudem dürfen nur Personen mit einem Grünen Pass auch Gastronomiebetriebe oder auch Universitäten betreten. Personen, die nach Israel einreisten, mussten bisher in staatliche Quarantäne-Hotels. Nun gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit, sich in häusliche Quarantäne zu begeben, allerdings bekommt man dafür ein elektronisches Armband verpasst, welches wie eine Fußfessel die Bewegungsdaten aufzeichnet und weiterleitet. Nun ist zwar Österreich nicht Israel, aber bisher imitierte Bundeskanzler Sebastian Kurz zumeist die israelischen Corona-Maßnahmen. Und auch jetzt zeigt er sich als eifriger Verfechter eines Impfpasses auf EU-Ebene.