Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Besonders in Österreich – als einziges Land neben Israel sind wir bereits im dritten Lockdown – sind die Auswirkungen der ständigen Schließungen durch die Regierung drastisch merkbar. Im vierten Quartal 2020 war unser Land mit einem Wirtschaftsabschwung von 4,3 Prozent im EU-Vergleicham schlechtesten dran.

Wenn es nach FPÖ-Chef Norbert Hofer geht, ist die „sofortige Einberufung“ eines Krisen-Gipfels daher unabdingbar. Er verweist auf einen „Spiegel“-Artikel, der die schlechten Zahlen in direkten Zusammenhang mit den Regierungsmaßnahmen stellt. Wörtlich schrieb das deutsche Magazin: „Die Kurz-Republik steckt tief in der Misere – auch wegen der verunglückten Corona-Politik ihres Kanzlers“. Und das schlimmste ist noch nicht ausgestanden: bei einem Lockdown – egal ob teilweise oder vollständig drohe ein „Wirtschaftsdesaster“. Schon jetzt steht die Arbeitslosenquote bei rekordverdächtigen 11 Prozent.

Total-Kollaps der Wirtschaft und Massendelogierungen?

Hierbei steuere Türkis-Grün mit Duldung der Bundeswirtschaftskammer das Land „in ein wirtschaftspolitisches Armageddon“. Neben Massenarbeitslosigkeit drohe dabei auch eine neue Armut sowie eine Gefährdung der Pensionen: „Beim Generationenvertrag bricht die Finanzierungsseite völlig ein“. Sogar das Gesundheitswesen klage über Einnahmeausfälle.

Das Gebot der Stunde seien daher „sofortige Krisengespräche, um so viele Unternehmen wie möglich retten zu können“. Dies sei nicht nur im Hinblick auf die Firmen in unserem Land wichtig, sondern auch für die Arbeitgeber. Es gelte diese vor den massiven Folgen – etwa vor massenhaften Delogierungen, weil diese ihre Miete nicht mehr zahlen können – zu schützen.

Hofer: Volk soll künftig über Lockdowns entscheiden

Für Hofer ist dabei wichtig, dass Unternehmen aller Art mit einbezogen werden. Neben den heimischen Wirtschaftskapitänen müssten unbedingt auch Vertreter der kleinen und mittelständischen Betrieb mit an den Tisch, um bei einem Krisengipfel über die Zukunft zu verhandeln. Jedenfalls sei gewiss, dass die „Endlosschleife der Lockdowns“ keinesfalls durchzuhalten sei.

Auch „weltfremde und nicht evidenzbasierte Maßnahmen“ wie die 20-Quadratmeter-Regel im Handel oder Massentests für Friseure bei der teilweisen Öffnungen sind für den FPÖ-Chef nicht nachvollziehbar. Am Liebsten wäre Hofer daher, dass die Bevölkerung direktdemokratisch – sprich mittels Volksabstimmung – entscheiden kann, ob und in welcher Form mit Lockdowns umgegangen werden soll.