In der vorigen Woche ist in Österreich die Zahl der Corona-Toten wieder angestiegen. Auch in der Gruppe der über 85-Jährigen, wo die Impfung schon weit fortgeschritten ist.

Trotzdem das Massenimpfen weitergeht, ist ein Rückgang der Sterbezahlen nicht zu erkennen. Wie die APA berichtete, geht aus der Statistik der Gesundheit Österreich (GÖG) für die vorige Woche hervor, dass die Zahl der Corona-Todesfälle im Vergleich zur Vorwoche wieder angestiegen ist. Insgesamt 155 Corona-Tote wurden gemeldet. Auch in der Altersgruppe ab 85 Jahren – die am meisten durchgeimpft ist – stieg die Mortalität von 21,2 auf 33,6 Tote pro 100.000 Einwohner an. Insgesamt verstarben 76 Personen über 85 Jahren, die Woche davor waren es 48.

Trotz oder wegen Impfung höhere Sterblichkeit?

Für Florian Bacher von der GÖG aber kein Grund zur Sorge. Zwar bleibe abzuwarten, ob der Anstieg der Todesfälle nur ein kurzfristiger Ausreißer war, aber der Impfschutz sei bei dieser Altersgruppe auch noch nicht flächendeckend, wie er betont. So hätten erst sechs von zehn über 85-Jährigen ihre erste Impfdosis erhalten und etwa nur ein Drittel auch die Zweite. In den Alten- und Pflegeheimen, wo bereits zum großen Teil durchgeimpft sei, habe sich die Sterblichkeit durch die Impfung reduziert, so Bacher. Zahlen aus anderen Ländern zeigen allerdings, dass die Impfungen die Sterbezahlen nicht verringern, vielmehr ist in der Ländergruppe mit mehr als 10 Impfungen pro 100 Einwohnern die Sterblichkeit zuletzt sogar wieder stark angestiegen.