Wie österreichische Medien am 3. Jänner meldeten, herrscht im Gesundheitsministerium ein weiteres Mal Verwirrung hinsichtlich Zahlen und Fakten. Das ist umso beachtlicher, als dass die angebliche Corona-Pandemie schon seit einem dreiviertel Jahr „wütet“ und von Problemen durch Überraschung nicht mehr die Rede sein kann.

Ein Kommentar von Willi Huber

Für kommenden Montag hat das Ministerium eine „Datenkorrektur“ versprochen. Für die Bürger ist das sicherlich wenig beruhigend, denn auf Basis der vielen, zumeist ohnehin nicht aussagekräftigen, Zahlen werden sie ihrer Grundrechte beraubt. Konkret geht es um eine „missglückte Datenbereinigung“. Die Zahlen für Corona-Tests waren in Wien gänzlich anders angeführt worden als in den Bundesländern. Während Wien nur die PCR-Tests zählte, interessierten sich die Bundesländer auch für stattgefundene Antigen-Tests.

Statistiken eingefroren

Weil sich kurzfristig offenbar niemand mehr auskannte, verzichtete die Gesundheitsagentur AGES am Wochenende kurzerhand auf die Veröffentlichung einer Teststatistik. Auch die Krankenhausstatistiken wurden – ohne Begründung – mit Stand vom 1.1. eingefroren. Auch dieser Umstand ist merkwürdig, denn die Zahl der Spitals- und Intensivpatienten hat mit der Zahl der Tests nichts zu tun. Transparenz sieht freilich anders aus, doch eine solche war stets nur ein Thema bei Pressekonferenzen und in der Praxis nie nachweisbar.

Keinerlei Interesse an echten Zahlen feststellbar

Seit Beginn der angeblichen Pandemie ist auffällig, dass sich in der Bundesregierung niemand für eine präzise Erhebung von Zahlen und Todesursachen interessiert. Vielmehr werden „Infektionszahlen“ nach Gutdünken erhöht oder vermindert, was durch die Anzahl der täglichen Tests sehr gut erreicht werden kann. Durch die Fehlerquote, und sei sie nur das behauptete eine Prozent, bedeuten mehr Tests mehr vermeintlich Infizierte, mit weniger Tests kann die Regierung behaupten, dass die Krankheit zurückgedrängt würde. Alleine mit der Zahl der täglichen Tests kann man härtere oder mildere Maßnahmen argumentieren, ohne dass diese wirklich eine sinnvolle Aussage über die Verbreitung der Krankheit zuließen.

Nur eine einheitliche Basis führt zu haltbaren Zahlen

Bei einer verwertbar erhobenen Statistik müsste man zuerst für eine glaubwürdig vergleichbare Basis sorgen. Beispielsweise hätte eine die Zählung von PCR-Testergebnissen nur dann Sinn, wenn die Probenmenge und die Zahl der Testläufe normiert wären. Auch die Probenentnahme müsste korrekt durchgeführt werden – speziell im ORF sieht man immer wieder Fotos und Grafiken wo offenbar komplett unfähiges Personal gesundheitsgefährdend an der Schädelbasis herumstochert anstelle den Wattestab in den Rachenbereich zu bewegen.

Zahl der reservierten Betten täglich unterschiedlich

Weder interessiert sich in Österreich jemand für die Anzahl von Patienten mit Symptomen im Vergleich zu völlig symptomfreien und damit höchstwahrscheinlich kerngesunden Menschen, noch wird die Auslastung der Intensivbetten transparent erhoben. Denn die „Zahl der reservierten Betten“ variiert von Tag zu Tag stark und dies wird auch zugegeben („Die Zahl der Intensivbetten, die für Covid-19-Patientinnen und -Patienten bereitstehen, ändert sich täglich.“) Auch hier kann man mit simplen Tricks eine Auslastung von 1 bis 100 Prozent behaupten, ohne im Wesentlichen zu lügen. Man ändert einfach die Zahl der Betten, die angeblich ausschließlich für Corona-Patienten reserviert wären.

Skandalöse Erfassung der Todeszahlen

Der größte Skandal in der Datenerfassung ist aber der Umstand, dass Verstorbene automatisch als Corona-Tote gezählt werden, wenn sie irgendwann in ihrem Leben positiv auf Covid-19 getestet wurden. Dies ist zumindest die offizielle Aussage, die seit Monaten auf der Homepage des Gesundheitsministeriums nachzulesen ist: „Jede verstorbene Person, die zuvor COVID-positiv getestet wurde, wird in der Statistik als „COVID-Tote/r“ geführt, unabhängig davon, ob sie direkt an den Folgen der Viruserkrankung selbst oder „mit dem Virus“ (an einer potentiell anderen Todesursache) verstorben ist.“ In der Schweiz wird diese Diskussion inzwischen auch öffentlich geführt.

Tägliche Beschallung mit Todeszahlen unseriös

Dass es eine Limitierung auf 28 Tage nach dem Test gäbe, ist aufgrund dieser dort öffentlich getätigten Aussage nicht feststellbar. Somit besagt die Corona-Todesstatistik überhaupt nichts. Das ständige moralinsaure Getue in den fürstlich bezahlten Hofmedien hinsichtlich der Todeszahlen steht auf wackeligen Füßen. Die Bevölkerung erfährt davon meist nichts sondern vertraut blind den täglich dramatischer werdenden Nachrichten aus Radio, TV und Printmedien. Denn die Erklärung zur Statistik mag auf der Seite des Gesundheitsministeriums stehen – erwähnt wird sie von den Hofmedien nur in Ausnahmefällen.

Völlige Abwesenheit von investigativem Journalismus

Dabei ist auffällig, dass kein Medium seriös agiert, um Klärung der Fragen bemüht ist und konkret wissen will, wie viele Menschen ohne Vorerkrankung an Covid-19 starben. Die Zahl wird gegen Null gehen – wobei ich hier keineswegs eine Aussage treffen will, dass der Tod eines geliebten, schwer vorerkrankten Familienmitgliedes nicht auch schrecklich wäre. Faktum ist: Menschen die in Österreich an Corona sterben sind im Schnitt weit über der aktuellen Lebenserwartung. Wäre man so unseriös wie die Regierung, könnte man statistisch daraus ableiten, dass man als Corona-Kranker sogar älter wird als andere Menschen, was natürlich vollständiger Schwachsinn ist.

Politik mit falschen Zahlen ist Betrug

Dabei ist die Pflicht zur Differenzialdiagnostik unverzichtbares Grundbestandteil der Ausbildung jedes Mediziners. Zu deutsch: Man hat immer und überall alle anderen möglichen Ursachen auszuschließen, bevor man eine Diagnose stellt. Wenn man Krebstote, Herz-Kreislauftote, Verkehrstote und viele mehr als Corona-Tote zählt, weil sie in ihrem Leben bereits einmal einen fraglich zuverlässigen PCR- oder Antigen-Test gemacht haben, sind diese Todesstatistiken völlig wertlos und jede darauf basierende Politik im freundlichsten Fall falsch, negativ ausgelegt schlichtweg Betrug. Rudolf Anschober, der sein Ressort nach nunmehr 10 Monaten nicht unter Kontrolle hat oder nicht haben will ist final gescheitert. Dabei ist es für die Bevölkerung völlig unerheblich, ob er von der ÖVP in eine Falle gelockt wurde oder nicht.