In Dänemark ist heute der Stichtag für das Ende der Pandemie. Schweden hebt Ende September so gut wie alle Einschränkungen in der Coronakrise auf. „Unser Ziel war es immer, die Beschränkungen so bald wie möglich aufzuheben“, sagte Gesundheitsministerin Lena Hallengren kürzlich vor Journalisten.

  • Ende der Pandemie in Dänemark am 10. September
  • Ab 29. September: Corona-Maßnahmen in Schweden nur noch Empfehlungen
  • Tests in Schweden nur zur Bestätigung der Diagnose verwendet
  • Empfehlung zu Home-Office fällt ebenfalls
  • Corona-Diktatur in Österreich und Deutschland am härtesten

Ein Beitrag von Peter F. Mayer (tkp.at)

Gemäß einem Parlamentsbeschluss ändert Dänemark am heutigen 10. September den offiziellen Status von Covid, denn es wird nicht mehr als „kritische Bedrohung für die Gesellschaft“ eingestuft, sondern als Infektionskrankheit, die „gefährlich für die öffentliche Gesundheit“ ist. Die tolle Impfquote in Schweden ist nicht der Grund für das Ende der noch vorhandenen ohnehin vergleichsweise minimalen Einschränkungen, denn sie ist deutlich niedriger als in Deutschland und geringfügig weniger als in Österreich:

Das macht Schweden

In Schweden gelten ab dem 29. September nur noch Empfehlungen, etwa für Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln im öffentlichen Raum. Schweden wird Ende September fast alle seine rechtsverbindlichen Beschränkungen aufheben.

Testen spielt in Schweden schon lange keine Rolle, denn es werden nur Kranke zur Bestätigung einer Diagnose getestet. In Österreich ist die massenhafte Testerei völlig aus dem Ruder gelaufen, komplett sinnbefreit und vor allem für Kinder quälend.

Bars und Restaurants

Alle verbleibenden Restriktionen, die für Restaurants und Bars gelten, werden am 29. September aufgehoben. Die aktuellen Regeln besagen, dass Orte, an denen Speisen und Getränke serviert werden, Maßnahmen ergreifen müssen, um Menschenansammlungen zu vermeiden, und Gäste einen Abstand von mindestens einem Meter zu anderen Gästegruppen einhalten können.

Öffentliche Veranstaltungen

Derzeit sind öffentliche Veranstaltungen und öffentliche Versammlungen bei Indoor-Events mit Sitzplätzen mit 300 Teilnehmer und Outdoor-Events mit Sitzplätzen mit 3.000 Teilnehmer begrenzt. Wenn das Publikum in Abschnitte augeteilt werden kann, gelten die Beschränkungen für jeden Abschnitt. Schweden hatte nie eine Beschränkung für private Veranstaltungen oder Versammlungen in beispielsweise Privathäusern. Diese Einschränkungen werden alle am 29. September aufgehoben.

Von zu Hause aus arbeiten

Schweden rät seit Frühjahr 2020 allen, von zu Hause aus zu arbeiten, wenn es die Art ihrer Arbeit zulässt. Selbst diese Empfehlung wird Ende September gestrichen, allerdings hat das Gesundheitsamt den Arbeitgebern geraten, eine Rückkehr zu physischen Arbeitsplätzen „nach und nach“ umzusetzen. Wenn ein Mitarbeiter Symptome hat, sollte er immer von zu Hause aus arbeiten (oder sich bei Bedarf krank melden) und sich auf Covid-19 testen lassen. Der Arbeitgeber sollte Maßnahmen ergreifen, um ihm zu helfen, von zu Hause aus zu arbeiten.

Lockdowns, Maskenpflicht, Schulschließungen, Massentests und ähnliches gab es in Schweden ohnehin nie ohne, dass es jemals negative Konsequenzen gegeben hätte, wie das folgende Chart zeigt:

In Schweden dürfen kompetente Wissenschaftler ihre Arbeit weitgehend unbeeinflusst von der Politik tun. Und sie arbeiten für die Menschen des Landes.

Schweden und Dänemark sind übrigens nicht die einzigen Länder in Europa, die alle Maßnahmen abschaffen. Ungarn, Rumänien, Bulgarien sowie einige andere Länder haben de facto alle Maßnahmen beendet. Die Grenze zu Ungarn ist zum Beispiel völlig offen, von ungarischen Grenzbeamten ist weit und breit nichts zu sehen. Will man nach Österreich muss man einen Test oder ein Impfung vorweisen,

Österreich und Deutschland sind die Staaten mit den am meisten diktatorischen Maßnahmen. Bei FFP2-Masken beispielsweise haben wir ein Alleinstellung in Europa. Wer in irgendeinem anderen europäischen Land war im Sommer wird die Lage in Österreich und Deutschland bereits als beklemmend empfinden. Um Gesundheit geht es schon längst nicht mehr, sieht man sich die Vergleiche an.

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