Am Montag fand eine ebenso nichtssagende wie vielsagende Pressekonferenz der türkis-grünen Bundesregierung statt. Man gab bekannt, dass es keine Lockerungen gäbe, aber auch „nur“ regionale Verschärfungen bei den Regeln. Der Tenor soll sein, es bleibe eh alles beim Alten, die Menschen mögen sich bloß keine Sorge machen. In Wirklichkeit ist aber jeder Tag, mit denen die Regierung das Volk mit untauglichen Maßnahmen frotzelt, ein Tag, der unser Land und den Zusammenhalt weiter auf die Probe stellt. 

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Die Mehrheit der Österreicher hat die Beschränkungen satt. An immer mehr Orten muss man eine FFP2-Maske tragen, in immer mehr Orte soll man sich „reintesten“ – und man darf immer weniger Leute treffen. Die Wirte können auch nach fünf Monaten nicht darauf hoffen, bald wieder das Volk bei sich begrüßen zu können. Völlig ohne Planungssicherheit für die Betroffenen fahren Kurz, Anschober & Co. die Wirtschaft an die Wand – und es ist kein Ende in Sicht. Das zehrt längst an den Nerven der Österreicher. Das Kalkül: Die Menschen sollen einander an die Gurgel gehen anstatt auf die Regierung sauer zu sein.

Das Volk wurde in zwei Lager gespalten

Längst ist das Volk gespalten. Auf der einen Seite finden sich jene, die sich über den vermeintlichen Kadavergehorsam ihrer Mitbürger aufregen. Ihre Sichtweise: Wer sich dem türkis-grünen Diktat fügt, gibt ihm erst Macht. Der Widerstand beginne im Kleinen – und wenn man ihn nicht leiste, entstehe keine Dynamik, die irgendein Ende der Schikanen einläuten könnte. Ich würde lügen, wenn ich mich nicht zu dieser Gruppe zählte: Die Freiheit ist das oberste Gut.

Auf der anderen sind jene, die genau dieser Gruppe den schwarzen Peter zuschieben. Es wären die Proteste gegen die Maßnahmen, die allgemeine Impf-Skepsis oder Leute, die sich ungeachtet aller Beschränkungen mit ihren Freunden treffen, welche die Situation in die Länge ziehe. Diese Sichtweise bekommt viel Rückendeckung aus den herkömmlichen Medien und es ist auch das Narrativ, welches die Regierung verfolgt. Auch deshalb diffamiert man all ihre Kritiker, will sie aus der Geltung bringen.  

Der Grabenkampf verschafft ihnen Handlungsspielraum

In Wirklichkeit geht es der Regierung aber nicht darum, diese Erzählung alleine zu befördern. Denn im Bezug auf die „Pandemiebekämpfung“ werden die Türkis-Grünen seit Monaten zum „Kot-Midas“: Egal wohin sie im Klo der sinnlosen Maßnahmen greifen, sie geraten an Dreck. Es bleibt ihnen nur mehr die Schuldzuweisung. Aber auch das ist ein Spiel auf Zeit: Denn erkannte das Volk seine Macht, würde es feststellen, dass beide Lager genug eint, um einer total unfähigen Regierung ordentlich den Marsch zu blasen.

Während das Volk dann damit beschäftigt ist, sich gegenseitig zu zerfleischen, kann die Regierung kurz durchatmen und im Hintergrund neue Schweinereien aushecken. Still und heimlich führte man den „grünen Pass“ ein, mit dem „Geimpfte, Getestete und Genesene“ künftig an jedem Lokal, Friseur oder Theater – bald vielleicht sogar im Baumarkt – ihren digitalen Fußabdruck hinterlassen sollen. „Schlafschafe“ gegen „Corona-Leugner“ – und die Kurz-Truppe sitzt erste Reihe fußfrei und schränkt alle gemeinsam ein. 

Zorn auf die Regierung, nicht auf die Mitbürger!

Die Moral ist im Keller. Wie sehr sie im Keller ist, musste ich zuletzt sogar an mir selbst erkennen. Wie viele andere Bürger, weiß ich genau, welches perfide Spiel die Mächtigen hier anzetteln. Und trotzdem erwischte ich mich dabei, wie ich meinen Zorn an jemandem ausließ, der gar nichts dafür konnte. Dass mich ein Busfahrer um 7 Uhr morgens anwies, anstatt einer Stoffmaske eine FFP2-Maske zu tragen, machte ihn in diesem Moment in meinen Augen zum Systembüttel, er durfte sich eine Tirade anhören.

Drei Stationen später kam der Ausstieg – und die Realisation: Ich hatte dem Mann tiefes Unrecht angetan. Nicht er, sondern die dilettantische Regierung sollte das Ziel meines Ärgers sein. Dabei erwischte es sogar ausgerechnet einen netten Fahrer, der mir einige Tage zuvor bei einem Gespräch selbst die Unzufriedenheit mit den Maßnahmen beichtete. Er leistete keinen Kadavergehorsam, sondern leitete nur einen Befehl weiter. Zum Glück nahm er meine Entschuldigung an, seitdem ärgern wir uns wieder gemeinsam.

Ihre Glaubwürdigkeit hängt am seidenen Faden

Noch hält die Regierung sogar die ihrer Ansicht nach „Artigen“ an der langen Leine, indem sie ihnen mit Freiheitsversprechen etwa ihre umstrittene Impfkampagne schmackhaft machen wollen. Nach dem Prinzip: „Kommt auf die dunkle Seite der Macht, wir haben Freiheitskekse.“ Dass dabei nicht das „Ende von Corona“ folgt, zeigt sich aber gerade in Chile. Das südamerikanische Land ist jetzt ein neuer Krisenherd – kurz, nachdem es stolz verkündete, bei der Durchimpfungsrate sogar Israel überholt zu haben.

Gründe dafür gibt es mannigfaltige mögliche Gründe – und es gibt Experten, die glauben, dass erst die Impf-Kampagne an gesunden Menschen das Virus so richtig entfesselt. Eine Immunflucht der Viren könnte demnach bedeuten, dass resistente Super-Viren danach sowohl die Geimpften als auch die Ungeimpften umso härter erwischen. Und somit wird in den nächsten Monaten klar werden: „Willkommen auf der dunklen Seite, das mit der den Freiheitskeksen war gelogen.“ 

Wehe, das einige Volk erkennt seine Macht!

Zu diesem Zeitpunkt, als dies vielen Menschen in unserem Land auch dämmern wird, wird der umstrittene „grüne Impfpass“ bereits Fakt sein. Die Österreicher werden die Wahl haben zwischen der totalen Überwachung per digitaler Impf-Test-App – oder der totalen Entrechtung, wenn sie sich nicht dazu breitschlagen haben lassen. Die Regierung wird selbst freilich dann noch versuchen, die beiden Gruppen gegeneinander aufzuhussen: Jene, die artig mitgemacht haben sollen dann jene, welche den Plan zuerst durchschauten verantwortlich machen.

Aber wehe den Gestalten in unserer Regierung, wenn tatsächlich beide Lager erkennen, dass es den Eliten nicht um unsere Gesundheit geht, sondern um ihre eigene Macht und die ihrer globalistischen Einflüsterer. Wehe, sie erkennen gemeinsam, dass die Maßnahmen zu unser aller „Schutz“ in einen Umbau der Welt nach den Ideen jener geschieht, die uns überhaupt erst in diese missliche Lage brachten. Denn dann könnten die Fetzen, die man dem Volk als Maulkorb aufband, ziemlich schnell zu nassen Fetzen werden…