Wer sich die Frage stellt, weshalb bei den gröbsten Logikfehlern im Kampf gegen die angebliche Corona-Pandemie alle Medien brav mitspielen, findet hier vielleicht die Antwort. Laut einer Recherche von unzensuriert.at förderte die Regierung die ihr gewogene Medienlandschaft mit einer unglaublichen Milliarde Euro in nur einem Jahr. Hier stellt sich auch die Frage, weshalb dieser Betrag in der vorgeblich größten Gesundheitskrise seit 100 Jahren nicht ins Gesundheitswesen fließt. Längst vermuten nicht mehr nur die Schelme, dass hier etwas ganz gehörig stinkt.

Ein Kommentar von Willi Huber

Gäbe es keine alternativen Medien, würde die Öffentlichkeit nie davon erfahren, welche horrenden Beträge an Steuergeldern an Medien ausgeschüttet werden, welche in Folge auffällig freundlich und wohlwollend berichten. Heruntergebrochen lässt sich die Kurz-Kogler Regierung die gewogene Berichterstattung jeden Tag 2,7 Millionen Euro kosten. Pardon, weder Herrn Kurz noch Herrn Kogler entstehen dadurch Kosten. Denn bezahlen muss es das Volk, dem man diese horrenden Summen abpresst. Wahrscheinlich werden dafür auch noch viele Generationen nach uns bezahlen, denn ganz nach dem Motto „was kostet die Welt“ werden im Zuge der angeblichen Corona-Pandemie von nahezu jeder Regierung der Welt neue Schulden aufgenommen, was das Zeug hält. Auch die Zinsen dafür bezahlt – wer hätte es gedacht – ganz alleine das Volk.

„Qualitätsmedien“ verniedlichen Beträge

Die regierungstreuen Medien, welche sich selbst als unabhängig und qualitativ überlegen feiern, verniedlichen laut unzensuriert.at diese absurden Summen. So hat derStandard am 15. Dezember zwar von einem Rekordhoch bei Regierungswerbungen berichtet, allerdings nur von 4,3 Millionen Euro pro Monat berichtet. Die tatsächliche Summe betrage knapp eine Milliarde, wenn man wirklich alle staatlich kontrollierten Rechtsträger wie ÖBB und Asfinag, die Presseförderung und das GIS-„Programmentgelt“ mit einrechne.

Die größten Profiteure

Den Löwenanteil der Milliarde dient der Finanzierung der bekannt „unabhängigen“ Berichterstattung des ORF, 640 Millionen Euro aus den GIS-Gebühren. Man träumt davon, diese noch weiter zu erhöhen. Üppige Millionensummen vom Werbekuchen, von unzensuriert.at auch als „politischer Medienkauf“ tituliert, erhalten die Kronen Zeitung inklusive ihrer Nebenprojekte, OE24, Heute und Der Standard. Es gibt aber auch für alle möglichen und unmöglichen Kleinstmedien Extraförderungen, oft unter der meldepflichtigen 5.000 Euro Grenze. Finanzminister Blümel wirbt auf einer Kochseite, der linksaußen-Sender „Okto“ erhielt 300.000 Euro, Tourismusministerin Köstinger inserierte in Biber, Top Agrar, der Raiffeisenzeitung und dem Burgenländischen Agrarkurier. Wirtschaftsministerin Schramböck ließ ihr Ministerium in den Randgruppenprodukten Kosmo und roadmap2050 feiern.

Noch immer nicht die ganze Wahrheit

Nicht in der Milliardensumme inkludiert sind spezielle Social-Media-Projekte, die es teilweise in sich haben. Beispielsweise erhielt die Wahlkampf-Agentur von Sebastian Kurz einen Auftrag in Höhe von über 652.000 Euro. Es ist also davon auszugehen, dass unter der Oberfläche noch weitere Gelder in Richtung der braven, systemkonformen Medien flossen. Wer sich bislang gefragt hat, was aus dem kritischen, investigativen Journalismus in Österreich geworden ist, erhält hier eine plausible Antwort.

Für viele andere Dinge „ist kein Geld da“

Die Mindestpension in Österreich beträgt mit Ausgleichszulage zur Zeit 1.000,48 Euro. Für die Medien Milliarde hätte man 83.000 Pensionisten ein Jahr lang diese Mindestpension verdoppeln können. Insgesamt fallen 800.000 unserer Mitmenschen in Österreich in diese Gruppe. Doch für jene, die unserem Land fleißig gedient haben, ist bekanntlich kein Geld da. Genausowenig wie für eine funktionierende Landesverteidigung, die für viele so wichtige Hacklerregelung oder gar das Gesundheitssystem, das angeblich an Betten- und Personalmangel leidet. Doch das ist wieder ein anderes Märchen, das wir zu gegebener Zeit gerne aufklären werden.