Seit dem 1. Jänner des neuen Jahres können Eigenheim-Bauer eine attraktive 1-Prozent Finanzierung des Landes Oberösterreich in Anspruch nehmen. Der Zeitraum ist begrenzt und der Andrang groß – es gilt, sich schnell anzumelden!

Fixzinsatz von 2 Prozent über 20 Jahre

Gemeinsam mit der HYPO Oberösterreich hat das Wohnbauressort des Landes Oberösterreich dieses Projekt ins Leben gerufen. Es wurde ein fixer Zinssatz von 2 Prozent über eine Laufzeit von 20 Jahren ausverhandelt. Das Land übernimmt davon die Hälfte, somit bezahlt der Eigenheimbauer nur die verbleibenden 1 Prozent. Die Förderung ist zunächst auf 18 Monate begrenzt, Anträge können bis zum 30. Juni 2018  bei der Oberösterreichischen Landesregierung eingebracht werden. Aber auch budgetär sind Grenzen gesetzt – bei 50 Millionen Euro Fördervolumen. Eine Verlängerung hängt vom zukünftigen Zinsniveau ab. Bleibt es gleich, ist eine Verlängerung wahrscheinlich. Trotzdem betont Wohnbaureferent und Landesrat Manfred Haimbuchner: „Es ist wichtig bald anzusuchen, damit es auch für die Landesregierung berechenbarer wird. Es besteht großes Interesse seitens der Bürger, der erste Antragsteller stand am 2. Jänner vor der Tür und gab die Unterlagen ab.“

Wohnbauförderung in OÖ stabil

Im Jahr 2016 förderte das Land Oberösterreich insgesamt 2.139 Mietwohnungen und 505 Eigentumswohnungen und liegt damit deutlich über den mit dem Finanzreferenten und Landeshauptmann Josef Pühringer vereinbarten 2.000 Wohnungen. Die Wohnbauförderung sicher in Oberösterreich 29.000 Arbeitsplätze (60 Arbeitsplätze pro 1 Million Darlehensförderung beim Neubau, 40 Arbeitsplätze bei Sanierung).

Wohnbeihilfe: OÖ ist Spitzenreiter

Haimbuchner war in der Vergangenheit immer wieder für seine Einsparungen bei der Wohnbeihilfe kritisiert worden, verteidigt diese aber. Vor den Maßnahmen sei die Gewährung völlig aus dem Ruder gelaufen und kaum kontrolliert worden, so der Wohnbaureferent. Es gäbe zwar noch Überlegungen für Drittstaatsangehörige, aber grundsätzlich sind die Einsparungen jetzt am Boden angelangt. Oberösterreich ist aber nach wie vor Spitzenreiter bei der Gewährung von Wohnbeihilfe. Ein Mitgrund ist, dass Unterhaltungsleistungen nicht zur Gänze in das Einkommen miteinberechnet werden und somit vor allem alleinerziehende Mütter in Oberösterreich viel mehr Wohnbeihilfe beziehen als in anderen Bundesländern. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 65,2 Millionen Euro an Wohnbeihilfe ausgeschüttet.

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