Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner (FPÖ) nimmt den Tag der Arbeit zum Anlass, um die Wichtigkeit der Arbeitsplatzsicherung aufs Tapet zu bringen. Die SPÖ hingegen kapitulierte zum diesjährigen 1. Mai schon im Vorfeld – wegen Corona.

Der 1. Mai, der historische Kampftag der Arbeiterklasse, ist in diesem Jahr ein trauriger. Aufgrund der wirtschaftsschädigenden Corona-Lockdowns steht er stärker im Zeichen der Arbeitslosigkeit als in jenem der Arbeit. Mehr als eine halbe Million Österreicher sind derzeit arbeitslos; Tendenz: steigend.

Dr. Manfred Haimbuchner wird sich am diesjährigen 1. Mai mit einer Videobotschaft an die Oberösterreicher wenden, wie er über eine Pressemitteilung wissen lässt. Ab 10 Uhr soll diese auf seiner Facebookseite aufrufbar sein.

Seit langem ein wichtiges Anliegen

Bereits im Vorfeld erklärte Haimbuchner mehrfach, dafür zu kämpfen, die Arbeitsplätze in Oberösterreich zu erhalten. Denn auch das Industrie-Land Oberösterreich wurde durch die wirtschaftsschädigenden Lockdowns der Bundesregierung tief ins Mark getroffen. So stehen allein durch die Schließung des MAN-Werks in Steyr 2.200 Oberösterreicher vor der Arbeitslosigkeit.

Standortpolitik nicht nur Aktionismus

Dem stellvertretenden Landeshauptmann ist es ernst mit den Arbeitsplätzen. Er will im morgigen Video eine Kampfansage für Oberösterreichs Arbeits- und Ausbildungsplätze machen. Haimbuchner: „Standortpolitik ist nicht nur Aktionismus – Jeder Ausbildungsplatz in der Region ist es wert, dafür zu kämpfen!“.

Lange Tradition

Der Tag der Arbeit ist ein geschichtsträchtiges Datum. Am 1. Mai 1886 protestierte die nordamerikanische Arbeiterbewegung vor allem in den Industrieregionen gegen die schlechten Arbeitsbedingungen, der sie ausgesetzt war. In Massenstreiks und Demonstrationen forderten die Arbeiter die Einführung des Achtstundentags. Seit 1890 fanden die Kundgebungen zum 1. Mai auch in Österreich statt.

Sozialkürzungen geplant

Jetzt, im Jahr 2021, sind es weniger die harten Arbeitsbedingungen, die Österreichs Arbeiter und Angestellte plagen, als die Sorge um den Arbeitsplatz. So sie denn überhaupt einen haben: Derzeit sind mehr als eine halbe Million Österreicher beschäftigungslos. Hinzu kommt, dass sie um die staatliche Unterstützung bangen müssen. So kündigte Arbeitsminister Martin Kocher bereits radikale Sozialkürzungen an, wie Wochenblick berichtete.

Kein 1. Mai: SPÖ kapituliert vor Corona

Lange verstand sich die SPÖ als die Arbeiterpartei schlechthin. Doch weil sie das Arbeiterthema in den letzten Jahren und Jahrzehnten zunehmend hintanstellte und sich stärker der Ausländer- und Identitätspolitik widmete, wendeten sich viele ihrer klassischen Wähler aus der Arbeiterklasse von ihr ab. Dennoch waren ihre 1. Mai-Umzüge prominent. Doch dieses Jahr sagte die SPÖ die große Kundgebung am Wiener Rathausplatz und die Mai-Umzüge einfach ab. Stattdessen erhielten ihre Mitglieder ein Paket mit SPÖ-Fanartikeln und roten FFP2-Masken.

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