Die Proteste, die schon in der Vorwoche riesigen Zulauf verzeichnen konnten (Wochenblick berichtete) , setzten sich am Wochenende fort. Von künstlerischem Aktionismus bis hin zu Massenveranstaltungen wurde in zwölf Orten marschiert, spaziert oder ein Treffen abgehalten. Städte von Wien bis Innsbruck waren die Schauplätze. Die Bürger sehen nicht ein, weshalb gesunde Menschen eingesperrt und die Wirtschaft ruiniert werden muss. #kurzmussweg und #kurzsturz sind nicht nur in sozialen Medien häufig bemühte Sprüche.

Von Willi Huber

Kann sich jemand an eine Zeit erinnern, wo so viele Menschen an so vielen Orten für ein gemeinsames, zivilgesellschaftliches Anliegen auf die Straße gingen? Ich kann das nicht – und ich bin jetzt auch schon fast fünf Jahrzehnte auf der Welt. Demonstrationen waren meistens ein gesteuertes Mittel der SPÖ oder Grünen, um politische Ziele zu erzwingen. Manchmal im kleinen – ORF und Konsorten bliesen auch 20 Leute zu einem Megaevent auf – manchmal wurden Zehntausende in zur Verfügung gestellten Reisebussen zu Lichtermeeren gekarrt und teilweise auch verköstigt und bezahlt, damit nur der politische Gegner eingeschüchtert und klein gehalten wird.

Menschen aus allen politischen Richtungen vereinigen sich

Die größte, wirklich vom Volk ausgehenden Demo war wohl Hainburg im Jahr 1984. Gegen ungeliebte Handelsabkommen wie ACTA formierten sich kleinere Bewegungen. Wer in der Aufstellung Lichtermeere, Occupy, 99 Percent, Fridays for Future und dergleichen sucht – die Rede ist von tatsächlichen, echten, breiten Bürgerbewegungen ohne eine steuernde Partei im Hintergrund. Hainburg war eine gemeinsame Anstrengung der Zivilgesellschaft, eine Querfront aus Linken, Mittigen und Rechten, zu einem Ziel vereint. Das sehen wir auch heute. Die Schlägertypen der Antifa, die sich für Links halten aber in Wahrheit die brutale Drecksarbeit der Globalisten auf der Straße austragen, haben weitgehend Pause. Auch heute sehen Menschen aus allen politischen Richtungen Schulter an Schulter – ihr Ziel: Die Errichtung einer Diktatur verhindern.

Auf ein autoritäres System hat niemand Lust

Tatsächlich waren auf den Straßen von Wien, Schärding, Braunau, Villach, Ried im Innkreis, Graz, Innsbruck, Villach, Spittal an der Drau, Salzburg, Liezen, Völkermarkt Menschen aus verschiedenen Schichten und politischen Richtungen zu finden. Neben Jugendlichen mit bunten Wursthaaren marschierten da Banker und Großväter, ohne sich gegenseitig anstößig zu finden. Der Zorn auf die ungezügelten, rechts- und verfassungswidrigen Maßnahmen der Regierung verbindet. Die meisten die hier mitmarschieren wissen, was sie zu verlieren haben. Bereits in den letzten Jahren haben sie viel verloren, die Unbeschwertheit und Sicherheit der 80er und 90er Jahre ist weg. Bislang hat man vieles ertragen, aber eine Regierung die den Rechtsstaat so unverschämt verhöhnt und in Richtung eines totalitären Systems steuert, die sich anmaßt Grundrechte „zu gewähren“, so etwas will niemand.

Friedliche Demonstranten haben Verunglimpfung in Medien nicht verdient

Der Wochenblick unterstützt das zivilgesellschaftliche Engagement, egal aus welcher Richtung es kommt. Dass unsere Leser das zu schätzen wissen, sehen wir an den zahlreichen Zuschriften und Online-Zugriffen der letzten Wochen.  Wer selbst auf einer Corona-Demo war weiß, dass dort keineswegs „Spinner“, „Rechtsextreme“, „Verschwörungstheoretiker“, „Antisemiten“ und dergleichen unterwegs sind. Es sind ganz normale Menschen und Familien „wie du und ich“, die es nicht verdient haben, von staatlich alimentierten Einheitsmedien in den Dreck gezogen zu werden. Weder wird dort gepöbelt noch gestänkert noch ist irgendjemand gewaltbereit. Die wenigsten „leugnen“ Corona, ein Wort das in böswilliger Absicht erfunden wurde um Andersdenkende herunterzumachen. Übrigens: die meisten Leserbriefe erhalten wir von besorgten Frauen.

In Folge zeigen wir Videos von den Demonstrationen des Wochenendes, wie sie in Sozialen Medien zu finden sind. Verpassen sie nicht die nächste Demo in ihrer Gegend – oder melden sie einfach selbst eine an. Hier ist unser Terminkalender!

WIEN

Anmerkung: Die Veranstalter der Querdenken-Demo legen wert auf die Feststellung, dass es sich im Video nicht um die Querdenken-Demo handelt. Wochenblick hat keinen Einfluss auf Titel und Inhalte eingebundener Videos, diese stammen aus sozialen Medien.

 

GRAZ

VILLACH