Die Franzosen waren schon immer als demonstrationsfreudiges Völkchen bekannt. Am gestrigen Samstag gingen landesweit hunderttausende Menschen auf die Straßen, um gegen die Corona-Regeln zu protestieren.

Seit die französische Regierung unter Präsident Emmanuel Macron die Corona-Regeln verschärft, nimmt der Widerstand in der Bevölkerung deutlich zu. Am Samstag, den 24. Juli zählte das Innenministerium landesweit mehr als 168 Aktionen gegen die Verschärfungen. Nicht nur Paris, Straßburg, Lille, Marseille gingen zehntausende Bürger auf die Straße. Das Innenministerium nennt als offizielle Zahl 161.000, davon allein in Paris mindestens 11.000 (lt. Bildern vor Ort vermutlich weitaus mehr). Augenzeugen aus Frankreich zufolge könnten es jedoch deutlich mehr gewesen sein, bis zu 2 Millionen im gesamten Land. Denn die Impflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal und Rettungskräfte wie Feuerwehrleute kommen bei der Bevölkerung gar nicht gut an. Noch weniger jedoch die Ausweitung des Gesundheitspasses. #StopPassSanitaire lautet daher auch eine prominenter Hashtag auf Twitter.

Gegen Testpflicht im öffentlichem Raum

Während die Masse der Österreicher wie Schafe jeden Schikane der Regierung brav mitmacht, sei es Maskenpflicht oder Testzwang, laufen die Franzosen gegen derartige Einschränkungen Sturm. Denn seit vergangenem Mittwoch muss beim Eintritt in Theater, Kinos oder Museen eine 3-G-Regel befolgt und entweder die Impfung, die Genesung oder ein Test nachgewiesen werden. Ab August sollen auch erstmals die 3-G-Regeln in Fernzügen, Einkaufszentren, Restaurants oder Bars gelten.

 

 

 

 

Tränengas und Wasserwerfer

So viel Aufsässigkeit kann die Regierung im Monat des Bastille-Sturms nicht akzeptieren. Wie schon am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, kam es auch gestern in Paris und auch anderen französischen Städten wieder zum Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern von Seiten der Polizei gegen die Demonstranten. Dies ist auch einem geschickten Schachzug der Regierung zu verdanken. Denn Polizei und Gendarmerie sind derzeit von der Impfpflicht ausgenommen – teile und hersche.

Proteste auch in Italien, Griechenland… weltweit

Zu erneuten Protesten gegen die Impfpflicht und verschärfte Corona-Regeln kam es auch wieder in Athen und in mehreren Städten Italiens. Aber auch in vielen anderen Ländern weltweit.

 

 

Das könnte Sie auch interessieren: