Ein 17-jähriger Türke vergewaltigte in Löbau (Sachsen) eine 15-Jährige gemeinsam mit seinen Cousins und filmte die Tat. Am 13. Oktober soll der Prozess stattfinden.

Die Vorfälle ereigneten sich bereits 2018 und 2019, allerdings kamen sie erst jetzt ans Licht der Öffentlichkeit, da kommenden Dienstag der Prozess am Landgericht Görlitz (Sachsen) gegen den 17-jährigen Täter stattfinden soll, wie die „Bild“ berichtet. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten bisher nicht über die Taten berichtet. Aber was das 15-jährige Mädchen am 25. Dezember 2019 erduldenden musste, kann man sich kaum vorstellen. In der Nähe des König-Albert-Bades in Löbau soll der in Deutschland geborene Türke an dem Mädchen „trotz ihres klar entgegenstehenden Willens den Geschlechtsverkehr vollzogen haben“, wie Gerichtssprecher Jörg Küsgen erklärte. Aber damit endete das Leiden für die 15-Jährige noch nicht. „Anschließend soll er drei seiner Cousins herbeigeholt haben, diese sollen unter Ausnutzung der zahlenmäßigen Überlegenheit“ das Mädchen ebenfalls vergewaltigt haben. Die Handlungen seien gefilmt worden“, so Küsgen weiter.

Nicht das erste Opfer des Sex-Täters

Allerdings war das 15-jährige Mädchen nicht das erste Opfer des türkischen Sex-Täters. Laut Staatsanwaltschaft, die ihm Vergewaltigung und Gruppen-Vergewaltigung vorwirft, soll er 2019 auch ein weiteres Kind (13) vergewaltigt haben. Und im Zeitraum 2018/19 soll er ein weiteres 14-jähriges Opfer unter der Androhung von Schlägen zum Oralsex gezwungen haben – auch dieser Mißbrauch soll von einem Komplizen gefilmt worden sein.

Türken droht Haftstrafe von zehn Jahren

Seit Februar sitzt der mutmaßliche Serien-Sexualstraftäters in Untersuchungshaft. Wegen des jugendlichen Alters wurde die Öffentlichekeit zum Schutz des Täters von dem Verfahren ausgeschlossen. Im Falle einer Verurteilung drohen dem 17-jährigen Türken höchstens zehn Jahre Haft.