Obwohl Politik und Mainstream-Medien kräftig die Werbetrommel zu rühren wussten, gingen in Tirol und Vorarlberg nur etwa 30 Prozent der Berechtigten zum Massentest. Auch die Ergebnisse ließen – zumindest aus Sicht seiner türkis-grünen Auftraggeber – wohl zu wünschen übrig. 

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Am Ende dieser großangelegten Kurz-PR-Aktion, die den vom Sonnenkanzler an die Wand gemalten „Dauerlockdown“ verhindern helfen soll, waren nur 0,28 respektive 0,45 Prozent der Tests positiv. Das ist sogar weniger als die statistische Fehlerquote und ein noch skurrileres Ergebnis als in Südtirol, wo es immerhin 0,9 Prozent waren. Hört sich also wie ein durchschlagender Erfolg an… nicht. 

Ein positiver Test kostet ein mittleres Monatsgehalt

Insgesamt bestellte die Regierung um 67 Mio. Euro an Steuergeld zehn Millionen Antigen-Schnelltests, großteils bei den teuren Anbietern Roche und Siemens. Wenn von 325.973 Tests nun sage und schreibe 1.092 eine mögliche Infektion nachweisen wollen, sind das pro positivem Test ziemlich genau 2.000 Euro. Das ist in etwa auch das durchschnittliche Monatsbruttogehalt eines unselbstständig Erwerbstätigen.

Und trotz Dauerwerbung, auch vonseiten vieler Prominenter, ging nicht einmal ein Drittel in den beiden westlichen, türkis-grün regierten Bundesländern hin. Wie Wochenblick bereits am Sonntag berichtete, soll es für die zweite Testschiene daher einen 50-Euro-Bonus für jeden Testwilligen richten.

Kriegt man tatsächlich die Hälfte der Bevölkerung, wie vom Kanzler erwünscht, an die Testbank, wären das noch einmal 200 Millionen Euro. Bei mutmaßlich immer noch lachhafter Positiv-Quote. Es ist eben eine reine Augenauswischerei der „Message Control“ auf ihrem blinden Taumel durch das Krisenjahr.

„Wochenblick“ mit seiner Kritik allein auf weiter Flur

In einem Land mit funktionierender Medienlandschaft wäre solch sorgloser Umgang mit unser aller Steuergeld ein öffentlicher Skandal, und investigative Journalisten würden es so lange wiederkäuen, bis die Verantwortlichen zurücktreten. Nachdem sich die Kurz-Regierung die Gunst des Mainstreams aber mit  „Sonderförderung“ in Millionenhöhe erkaufte, sind freie Medien wie der „Wochenblick“ mit ihrer Kritik alleine auf weiter Flur.

Vielmehr versucht der Mitbewerb uns noch als vermeintlich „verschwörungsideologisches“ Medium zu brandmarken, einfach weil wir aus Idealismus hin- anstatt für Geld wegschauen. Auch das kümmert uns wenig, wir schreiben weiterhin das, was andere verschweigen. Am Ende wird sich die Maske lüften, denn man kann zwar alle Leute eine Weile anschwindeln oder ein paar Leute die ganze Zeit belügen – aber man kann alle Leute nicht dauerhaft an der Nase herum führen.