30 Jahre ist es nun her, dass zusammenwuchs, was zusammengehört: 40 Jahre Unterdrückung nahmen ein Ende, der Wunsch des Volks nach Freiheit siegte und das kommunistische DDR-Regime zerbrach. Und das alles dank des friedlichen Protests mutiger Bürger, die für ihre Rechte einstanden.

Ein Kommentar von Vanessa Renner

Doch wie steht es heute um die Freiheit der Deutschen? Leben wir in der Demokratie, die wir uns vor 30 Jahren erträumt hatten? Oder bewegen wir uns nicht vielmehr rückwärts – zurück in Richtung Sozialismus, Unterdrückung und Meinungsdiktatur?

Rückschritte

Während die herbeigeredete „Klimakrise“ den Weg für die Öko-Planwirtschaft ebnet und die Justiz vor den Folgen der Massenmigration kapituliert, tut die Corona-P(l)andemie ihr Übriges zur Zersetzung bürgerlicher Grundrechte.

All das, was das Volk der DDR 1989 so erfolgreich eingefordert hatte, wird heute bereitwillig abgegeben. Reisefreiheit? Nicht doch – wer reist, gefährdet ganz sicher Menschenleben. Regierungskritik? Wer nicht auf Linie ist, den trifft nicht nur die Nazi-Keule, der muss auch mit Repressalien rechnen. Versammlungsfreiheit? Nur für die Schergen der Regierung.

Angebliche Moral ersetzt die Vernunft, Kadavergehorsam den Wunsch nach Individualität und freier Lebensführung. Das Denunziantentum hat wieder Hochkonjunktur. Familien werden gespalten – nicht nur durch abstruse Abstandsregeln, sondern auch durch die an religiösen Fanatismus erinnernde Ausgrenzung Andersdenkender.

Ein gescheitertes System

Die starke Spaltung der deutschen Bevölkerung lässt noch leise Zweifel aufkommen, ob heutzutage eine erneute friedliche Revolution wie 1989 möglich wäre. Doch schon damals war es nicht das Volk allein, das den Unrechtsstaat zu Fall gebracht hat: Das auf ewig zum Scheitern verurteilte kommunistische System hatte die DDR 1989 bereits weitestgehend dahingerafft. Während die Menschen die Mauer stürmten, befand sich zeitgleich das Zentralkomitee der SED in Ost-Berlin angesichts der katastrophalen ökonomischen Lage der DDR in Schockstarre – und verpasste es so, der friedlichen Revolution den Riegel vorzuschieben.

Auch wenn die deutsche Regierung anderes verkünden lässt: Der Weg, den sie für Deutschland eingeschlagen hat, führt letztendlich Richtung Untergang. Bleibt zu hoffen, dass früher oder später auch dieses Mal genug Menschen zusammenkommen, um das Unheil abzuwenden.