Letzte Woche starb ein 58-jähriger Mann nur zwei Tage nach Erhalt des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca. Er wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Todesursache seien bestehende gesundheitliche Probleme.

Von Maria Adler

Der Mann aus dem Bezirk Gmunden ist aber nicht der einzige Todesfall, der einen zeitlichen Zusammenhang zu einer Corona-Impfung aufweist. Sein Tod passt so gar nicht ins Schema, wird behauptet. Denn sonst seien meist Frauen unter 50 Jahren von Nebenwirkungen des AstraZeneca Impfstoffs betroffen. Vor wenigen Wochen verstarb in Zwettl in NÖ eine 49-jährige Krankenschwester aufgrund von Gerinnungsstörungen, ebenfalls nach dem Erhalt von AstraZeneca. Ihre 35-jährige Kollegin aus dem Landesklinikum Zwettl erlitt eine Lungenembolie als schwere Nebenwirkung.

Sogenannte „Einzelfälle“ mehren sich

Von sehr sehr, seltenen Einzelfällen ist die Rede. Mittlerweile handelt es sich um keine Einzelfälle mehr. Eine 51-jährige Grazerin lag ebenfalls mit einer Lungenembolie über zwei Wochen im Landeskrankenhaus Graz. In Kärnten starb eine Pflegerin an einer Gehirnblutung, einen Monat nach der zweiten Impfung mit AstraZeneca. Eine 60-jährige Frau aus Vorarlberg erlitt einen Schlaganfall, in Tirol kam es bei einer 22-jährigen Krankenschwester zu einer Lungenembolie und in Oberösterreich hatten zwei Frauen nach Erhalt des AstraZeneca Impfstoffs schwere Nebenwirkungen, nämlich thromboembolische Erkrankungen.

Die Meldungen über schwere Nebenwirkungen und Todesfälle werden auch bei uns in Österreich immer mehr. Zur Aussetzung der Impfungen sehe man in Regierungskreisen dennoch keine Veranlassung. Sicher, wirksam und immunogen müssten die Impfstoffe laut Impfstoffexpertin Ursula Wiedermann-Schmidt, Mitglied im nationalen Impfgremium, sein, um eingesetzt zu werden. Sie sagt am 30.03. in der ZIB2 ganz deutlich, dass diese seltenen Nebenwirkungen nicht nur beim AstraZeneca Impfstoff auftreten: „Man hat das auch bei den anderen Impfstoffen gesehen. Die Frage, die steht immer noch im Raum und die ist nicht gelöst: Ist das eine seltene Problematik, die prinzipiell bei diesen Impfstoffen gegen COVID auftritt oder ist das nur eine Sache, die bei diesem Vektorimpfstoff auftritt. Ich denke, dass es eine Frage des Impfstoff-Antigens ist, weil das Virus per se ja auch diese thrombotischen Probleme hervorruft.“ (ORF-TVThek: Minute 09.10-09.40)

Impfung als Todesursache?

Gestern wurde die Obduktion des 58-Jährigen aus dem Bezirk Gmunden durchgeführt. Laut dieser besteht keinen Zusammenhang mit der Impfung. Der Wochenblick hat nachgefragt. In einer schriftlichen Stellungnahme des Krisenstabes des Landes Oberösterreich wurde der ursächliche Zusammenhang mit der Impfung ausgeschlossen. Diese Einschätzung hat das Land Oberösterreich auch an die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) weitergeleitet. Die restlichen Fragen wurden leider nicht beantwortet. Für weitere Informationen verweist man an die BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen), da dort derartige Fälle zentral erfasst werden.

Dort findet man Erklärungen wie folgende: „Dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) wurden 55 Todesfälle in zeitlicher Nähe zu einer Impfung gegen COVID-19 gemeldet (52 BioNTech/Pfizer, 2 Moderna, 1 AstraZeneca). Bei 4 Patient*innen konnte aufgrund des Obduktionsberichts ein Zusammenhang mit der Impfung ausgeschlossen werden. Bei 16 Personen fiel die Impfung in die Inkubationszeit einer COVID-19-Erkrankung im Rahmen derer die Patienten/innen verstarben. Bei 23 weiteren bestanden schwerwiegende Vorerkrankungen, die vermutlich todesursächlich waren. 12 weitere Fälle (10 BioNTech/Pfizer, 1 Moderna und 1 AstraZeneca) sind noch in Abklärung bzw. konnten keine weiteren Informationen eingeholt werden. Bis dato gibt es keine gesicherten Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Impfung, die Untersuchungen laufen weiter.

Da speziell am Beginn der Impfaktion hauptsächlich hochbetagte Personen geimpft werden, ist damit zu rechnen, dass in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung auch natürlich bedingte, d.h. nicht impf-bedingte gesundheitliche Ereignisse erwartungsgemäß auftreten. Der Erwartungswert der Zahl der Todesfälle eine Woche nach Impfung beträgt bei Risikopersonen im Alter von 80 Jahren und älter 3,5 pro 1000. Basierend auf dieser sogenannten Hintergrundinzidenz ist mit einem Todesfall pro 290 Personen dieser Altersgruppe innerhalb einer Woche, unabhängig von einer Impfung, zu rechnen.“

AstraZeneca wird zu VAXZEVRIA – neuer Name, gleicher Inhalt

Der Impfstoff AstraZeneca wird in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria geführt. Die Umstellung auf einen dauerhaften Markennamen sei üblich und wurde durch die EMS genehmigt. Die Inhaltsstoffe bleiben die gleichen. Wirkt, als wolle man mit dem neuen Namen den Imageschaden reparieren.

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