Abgang von ServusTV: Kritik an ORF
Foto: ServusTV

Zum internationalen Tag der Pressefreiheit gab heute Morgen – passend wie auch unpassend – ServusTV die Einstellung seines Betriebes bekannt. Das Bedauern in der Fangemeinde ist groß, ebenso wie das Unverständnis. Auf Facebook bildete sich bereits die Gruppe „Servus.tv – unser Qualitätssender muss bleiben“, die den Erhalt des allseits beliebten Formats sichern will. Der Salzburger Fernsehsender war besonders für hochqualitative Dokumentationen und Serien bekannt und stellte für viele seiner Zuschauer eine gute Alternative zum Einheitsbrei der restlichen Fernsehwelt dar.

ServusTV begründete den Abgang mit mangelnder Wettbewerbsfähigkeit, der Sender sei wirtschaftlich untragbar geworden. Gerade aus diesem Grund wird nun wieder eine Diskussion über den ORF und die Rundfunkgebühren laut. Von vielen Personen wird quer durch das Internet kritisiert, dass der ORF dem objektiven Anspruch, den ein öffentlich-rechtlicher Sender eigentlich haben sollte, nicht gerecht wird. Der Zwang, GIS-Gebühren zahlen zu müssen, stoßt weitgehend auf Kopfschütteln. Der Tenor in der Bevölkerung ist: „Jeder Mensch sollte sich selbst aussuchen dürfen, welcher Sender geschaut und bezahlt wird.“

Werbung

Am Nachmittag meldete sich auch FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl zu Wort: „Es wäre durchaus denkbar, die bestehenden ORF-Gebühren abzuschaffen und sie durch ein Modell zu ersetzen, in dem lediglich öffentlich-rechtliche Inhalte, unabhängig von welchem Sender, gefördert werden“.

Im vergangenen Jänner präsentierte das Magazin „tv-media“ eine Umfrage, wonach nur 11% der Befragten den ORF für die Qualität seines Programms mit Bestnote bewerteten, Servus TV hingegen erhielt von 21% der Befragten eine Eins.