Ab 2018: Vereinigte Staaten von Afrika?
Ein einheitlicher Pass soll das Reisen erleichtern. Foto: fotolia / Vividrange

Ein einziger Pass für ganz Afrika! Für alle 54 Staaten des Kontinents soll ein einheitlicher Pass kommen. Visa-Angelegenheiten sollen so unnötig gemacht werden. Die Wanderbewegung dürfte so weiter beschleunigt werden – und das dürfte auch Europa interessieren …

Bislang haben die 54 Staaten des afrikanischen Kontinents unterschiedliche Pässe – wer reisen möchte, muss behördliche Hürden überwinden oder illegal Grenzen überschreiten. Das birgt mitunter Gefahren, wie der Direktor der „Afrikanischen Union“ Dr. Khabele Matlosa mit Bedauern feststellt. Dem US-Fernsehesender CNN sagte er: „Wir haben im Moment das Problem, dass junge Menschen ihr Leben aufs Spiel setzen, um die Sahara zu durchqueren oder auf Schiffen nach Europa reisen.“ Das soll sich ändern, indem ein einheitliches Pass-System die innerafrikanische Wanderbewegung erleichtert. Und diese geht von Süden nach Norden. Laut dem UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) befanden sich bereits Mitte 2015 südlich der Sahara in Afrika circa 15 Millionen Menschen auf der Flucht. Experten gehen davon aus, dass dies nur der Anfang ist.

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Afrika-Pass schon ab 2018?

Ein gemeinsamer afrikanischer Pass soll bereits 2018 kommen und die Reisen massiv erleichtern. Um die Sahara nach Norden zu überqueren, müssen die Flüchtenden viele andere afrikanische Staaten durchqueren – egal ob sie aus dem Westen (wie Gambia oder Nigeria) kommen, oder aus dem gebeutelten Osten (Somalia, Eritrea). Am Mittelmeer angelangt wollen sie weiter nach Europa. Sicherheitsexperten und Bundesheer-Oberst MMag. DDr. Andreas Andreas Stupka: „Afrika besitzt eine gewaltige Überpopulation, das heißt, dort leben sehr viele Menschen, die allerdings keine Chance auf eine Berufsausbildung oder ein Leben nach westlichem Standard haben. Daher beginnen sie zu wandern – Europa gilt dabei als Paradies.“

 

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