Während in Ost-Österreich Maßnahmen-Lockerungen diskutiert werden, sperrt die Salzburger Landesregierung die Menschen in der zweitgrößten Stadt des Bundeslandes wieder ein. Gestiegene „Infektionszahlen“ werden als Begründung angegeben. Ausreisetests werden von Freitag 6.00 Uhr bis vorerst 9. Mai 24.00 Uhr verpflichtend. Auch die Quarantäne soll schärfer kontrolliert werden.

„Wir beobachten das steigende Infektionsgeschehen in Hallein seit Tagen und haben uns heute in Absprache mit den Gesundheitsbehörden dazu entschlossen, diese verschärften Maßnahmen zu ergreifen, um bestmöglich die Infektionsketten zu unterbrechen“, erklärte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP), laut einer regionalen Tageszeitung.

In ganz Salzburg: 19 Patienten auf Intensivstation

Insgesamt gibt es im ganzen Bundesland Salzburg derzeit 79 im Spital behandelte Corona-Fälle. Auf Intensivstation sind davon 19 Patienten. Die 7-Tages-Inzidenz steht bei 196,4. Die drei letzten gemeldeten Corona-Toten in Salzburg verstarben im Alter von 80, 91 und 97 Jahren, ist der Informationsseite der Landesregierung zu entnehmen. Die aktuellen Entwicklungen sind hier nachzusehen.

Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger dazu heute in sozialen Medien:

Corona-Knast wegen fehlerhafter Tests

Bereits im vergangenen Oktober wurden die Bürger Halleins eingesperrt. Extreme Einschränkungen gab es damals in der Gemeinde Kuchl, die unter Quarantäne gestellt wurde. Die Grundlage für die Entscheidung zum Corona-Knast sind einmal mehr die fehleranfälligen PCR-Tests, die in Österreich auch noch entgegen der WHO-Richtlinie, also falsch, ausgewertet werden (Wochenblick berichtete). Doch der Wind könnte auch von anderer Seite wehen. Erst vor kurzem ließ Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres mit einer Forderung aufhorchen. Er möchte „Österreich zusperren.“

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