Mit 1. Juni ist es soweit: Die Landespolizeidirektion Oberösterreich wird Schutzzonen an den Linzer Drogen-Hotspots verordnen. Bei den „Drogen-Höllen“ handelt es sich um die bekannten Problem-Areale Hessenplatz, Krempelhochhaus und den Hinsenkampplatz.

Maßloser Drogenverkauf, in letzter Zeit vorrangig durch Dealer aus Afghanistan und Nigeria, machten die Maßnahme notwendig.

Schutzzonen bei Drogenzentren

Zuletzt hob die Polizei ein von einem 30-jährigen Afghanen geleitetes Drogennetzwerk aus, das in zwei Jahren insgesamt 480 Kilogramm Marihuana in Oberösterreich „vercheckte“ („Wochenblick berichtete).

Was bedeutet nun die Schutzzone konkret? Gemäß §36a des Sicherheitspolizeigesetzes sind in einem genau definierten Areal um jede Tageszeit Polizeibeamte ermächtigt, bei Verdacht auf Begehung von Straftaten Personen umgehend wegzuweisen.

Ein Verstoß gegen das Betretungsverbot wird mit 500 Euro bestraft! Eine Weigerung kann also schnell richtig teuer werden.

Großräumiges Areal

Die Polizei veröffentlichte gestern Ausschnitte der Stadtkarte, auf denen die Schutzzonen eingezeichnet sind. Hier etwa beim Hessenpark:

Unverblümter Rauschgifthandel

An allen drei Drogen-Hotspots kam es in den vergangenen Monaten zu unzähligen Straftaten und Verhaftungen.

So berichtete der „Wochenblick“ mehrmals über die skandalöse Situation im Hessenpark, wo auch alkoholisierte Randalierer ihr Unwesen trieben.

Am Hinsenkampplatz brachten vor allem afghanische Dealer ihr „Zeug“ an den Mann.

Das Krempl-Hochhaus mit dem dahinter gelegenen Spielplatz, im Linzer Volksmund „Spinatbunker“ genannt, ist seit Jahren ein Sammlungspunkt für Drogenein- und verkauf. Auch hier war der „Wochenblick vor Ort und berichtete umfassend.

Drogenhölle OÖ?

Laut kürzlich präsentierten Polizeinformationen hat die Drogenkriminalität seit 2015 in Oberösterreich um circa 50 Prozent zugenommen.

Die Polizei geht jedoch in den letzten Monaten und Jahren besonders stark gegen Suchtgiftkriminalität vor.

Der „Wochenblick“ bringt die harten Fakten zum rigorosen Kampf der Behörden gegen die Dealer regelmäßig auf den Tisch.