Vergangene Woche wurde der 47-jährige Afghane Hamid A., ein schon vor 21 Jahren abgelehnter und schwer krimineller Asylwerber, wegen der Vergewaltigung einer 83-jährigen Frau in Leipzig zu vier Jahren Haft verurteilt. Noch nicht rechtskräftig. Der Mann saß davor schon zwei Jahre wegen Kindesmissbrauch im Gefängnis.

Von Kornelia Kirchweger

Skandalös ist auch das Urteil des Landesgerichtes Leipzig: abgesehen von der milden Strafe von 4 Jahre Haft für eine solche Gräueltat, blieb das Gericht unter der vom Staatsanwalt geforderten 4 Jahre und sieben Monate.

…er wollte ihr nur aufhelfen

Die Tat ereignete sich bereits im Jänner in Delschitz. Die hörbehinderte Frau, Christiane B., war auf dem Nachhauseweg und merkte nicht, dass sie verfolgt wurde. Der Afghane stieß sie in einer Unterführung brutal zu Boden. Sie knallte mit dem Gesicht auf den Asphalt, ihre Zahnprothese brach, sie hatte große Schmerzen. Dem Afghanen, der zur Tatzeit zwei Promille Alkohol im Blut hatte, war das egal: er vergewaltigte sie. In einem Vorabgutachten war dem Afghanen eine „Intelligenz am unteren Rand“ und ein Hang zu krankhaften Lügen bescheinigt worden. Hatte er bei der polizeilichen Vernehmung die Tat noch gestanden, behauptete er nun vor Gericht, er habe der Frau nur aufhelfen wollen.

Erschütternde Behördentoleranz

Umso schlimmer ist das Ganze, als der Asylantrag von Hamid schon 1999 abgelehnt worden war. Die zuständige Ausländerbehörde in Chemnitz sprach damals eine „Duldung“ aus und verlängerte diese 12-mal (!!). Die letzte Duldung lief im November 2019 aus. Die unfassbare Nachsicht der Behörde macht sie zu Mittätern – sie gaben ihm die Gelegenheit, eine betagte Seniorin zu vergewaltigen. Zudem war der Behörde der kriminelle Hintergrund von Hamid A. bekannt. 25 Einträge gibt es in seiner Straftakte, darunter Körperverletzung, Diebstahl und im Jahr 2016 zwei Jahre Haft wegen Kindesmissbrauch. Hamid A. hat keine gültigen Papier, lebte aber die ganze Zeit unter Alias-Namen und verschiedenen Geburtsdaten im Land.