Derzeit kursiert ein Artikel der „Krone“ im Netz, der ganzseitig erklärt, welche Kontakte man im Lockdown pflegen darf – völlig unkritisch, als wäre es eine Publikation der Regierung. Dabei ist Platz für Absurditäten.

„Fakt“-Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Die Tochter darf ihre Eltern besuchen, muss aber Mann und Kinder zuhause lassen. Kommen diese mit, muss der Opa nach draußen in die Kälte. Selbst mit Maske und Abstand ist ein Spaziergang mit Partner und beiden Eltern verboten. Von zwei studierenden Kindern darf nur eines zu Besuch kommen – auch wenn es siamesische Zwillinge sind.

Eigentlich haben Medien als „vierte Macht“ den Auftrag, den Mächtigen auf die Finger zu schauen, solche Verordnungen zu hinterfragen. Der Mainstream wurde aber mit Millionen an Sonderförderung gefügig gemacht, als Regierungslautsprecher für all jene zu fungieren, die nicht den ständigen inhaltsleeren Pressekonferenzen der türkis-grünen Koalition lauschen können.

Wer meint, das sei nur ein Problem des Boulevards, irrt. Am Montag brachten die „Oberösterreichischen Nachrichten“ ein ganzseitiges Inserat der Regierung am Titelblatt – sicherlich auch nicht ganz billig. Nur freie Medien wie der „Wochenblick“ berichten noch kritisch über widersprüchliche und totalitäre Maßnahmen der Regierung.

Auch wenn man uns dafür mit Verleumdungen überhäuft, werden wir schreiben, was andere verschweigen – und wenn es das Letzte ist, das wir in unserem Leben tun.