Am Mittwoch gaben Ärzte der „Initiative für evidenzbasierte Corona Informationen“ – kurz ICI – eine Pressekonferenz. Sie sehen im Handeln der Regierung Panikmache und sind sich einig: Die Maßnahmen sind schädlicher als das Virus selbst. Sie fordern die Aufhebung und Wiedergutmachung der Corona-Maßnahmen. Die ICI rief dafür eigens ein Volksbegehren ins Leben, das ab sofort unterschrieben werden kann.

An der Pressekonferenz nahmen namhafte Experten aus der Medizin teil. Sie sind sich einig darin, dass die Corona-Gefahr völlig überzogen dargestellt wurde. Die Maßnahmen seien in der Folge wesentlich gefährlicher als das Virus. Sie werfen der Regierung vor, dass sie die Wissenschaft in ihrer Corona-Politik weitgehend ignoriert hat.

Gefährlichkeit überschätzt

Prof. Dr. Andreas Sönnichsen von der Public-Health Abteilung der Medizinischen Universität Wien analysierte im Zuge der Pressekonferenz, wie es zu den Maßnahmen kam. Hohe Todeszahlen in anderen Ländern hätten zu einer massiven Überschätzung der Gefährlichkeit des Virus geführt.

So erklärt Sönnichsen: „Die Todesraten sind auf Lebensumstände, auf Zustand und Ausrichtung des Gesundheitssystems sowie auf die unterschiedliche Zählweise bei Statistiken zurückzuführen. Die Folge waren unverhältnismäßige Präventions-Maßnahmen, die mehr psychischen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Schaden verursachen als Nutzen.“

Massensterben trat nie ein

Die im Frühjahr befürchtete Überlastung der Spitalskapazitäten sei aber ebenso wenig eingetreten, wie das von der Regierung prophezeite Massensterben. Zur Erinnerung: Sebastian Kurz erklärte damals in einer Fernsehansprache, dass bald jeder jemanden kennen werde, der an Corona gestorben ist.

Sönnichsen lieferte ernüchternde Zahlen, die zeigen, wie weit Österreich davon entfernt war: „Die maximale Belegung der Spitalskapazität lag bei 5%, diejenige der Intensivbetten bei 26%. Die vorhergesagten zehntausende Todesfälle sind nie eingetreten“

„Regierung stiftet Verwirrung und Angst“

Auch der Facharzt für Infektiologie, Virologie und Tropenmedizin, Prof. DDr. Martin Haditsch, nahm an der Konferenz teil. Er kritisierte die Maßnahmen von Anfang an: Die Regierung arbeite nicht gemäß wissenschaftlicher Erkenntnisse und stifte stattdessen Angst und Verwirrung. Dazu würden die PCR-Tests falsch verwendet werden: „Die PCR-Tests sind hervorragend zur Diagnosestellung bei Erkrankten geeignet, nicht jedoch für die Untersuchung Gesunder und auch hierfür nicht zugelassen. Sie werden nun missbräuchlich verwendet.“

Missbrauch von PCR-Tests führt zu schädlichen Maßnahmen

Auch DDr. Christian Fiala, Wissenschafter, Gynäkologe und Allgemeinmediziner kritisierte die Folgen der missbräuchlichen Verwendung der PCR-Tests. „Erkrankte“ würden künstlich herbeigetestet, indem massenhaft symptomlose Personen getestet würden. Das habe sehr viele positive „Corona-Fälle“ zur Folge, die eigentlich gar keine sind.

Das halte dann als Begründung für Maßnahmen her, die letztlich diejenigen schädigen, die am gefährdetsten sind, meint Fiala:„Aufgrund der zunehmenden Tests und der dadurch zunehmenden positiven Ergebnisse werden Maßnahmen eingeführt, welche kaum wirksam sind um die Ausbreitung eines respiratorischen Virus zu verhindern, die aber zahlreiche negative Folgen haben können, insbesondere für diejenigen Menschen, die wir eigentlich schützen wollen.“

Corona-Volksbegehren startet

Die kritischen Ärzte der ICI präsentierte im Zuge der Pressekonferenz das Volksbegehren „Wiedergutmachung der COVID-19-Massnahmen“. Darin fordern sie den Rückbau aller Corona-Maßnahmen:

„Die vielen willkürlichen Vorschriften der Regierung haben massive menschliche, soziale und wirtschaftliche Schäden verursacht. Durch verfassungsgesetzliche Maßnahmen sollen alle Covid-19-Gesetze zurückgenommen, entsprechende Strafen aufgehoben, bezahlte Strafen refundiert und Schadenersatz nach dem bisherigen Epidemie-Gesetz anerkannt werden. Daten müssen privat bleiben, der Verfassungsgerichtshof soll Eilentscheidungen treffen und Amtshaftung auch bei verfassungswidrigen Gesetzen möglich sein.“

Das Volksbegehren kann ab jetzt online oder in den jeweiligen Gemeindeämtern bzw. beim Magistrat unterzeichnet werden.