In Deutschland hat ein Verbund von 215 Ärzten, Apothekern und Wissenschaftern ihre Standesvertretungen in einem Impfbrief dazu aufgerufen, die wissenschaftlich belegten Warnungen vor den Risiken der bereits im Einsatz befindlichen Corona-Impfungen ins Kalkül zu ziehen.

Sie kritisieren, dass Regierung und Medien die experimentellen Impfstoffe als „Heilsbringer“ darstellen, obwohl unkalkulierbare Langzeitschäden möglich sind. Sie sollen deshalb auch die Impfkampagne der Regierung nicht mehr unterstützen, heißt es.

Von Kornelia Kirchweger

Risiken werden ausgeblendet

Die Gruppe stellt auch klar, sie gehöre keiner parteipolitischen Gruppe an, sondern sei nur ihrem Gewissen und ihrer beruflichen Verantwortung verpflichtet. Der Impfbrief sei verfasst worden, weil man befürchte, Regierung, Gesundheitsministerium und Standesvertretungen, blenden die wissenschaftlich fundierten Warnungen vor den Risiken der Impfstoffe aus. Die Arzneimittelbehörde der EU (EMA) hat, unter Berufung auf die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch die Pandemie den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna sowie kürzlich von AstraZeneca unter Auflagen die bedingte Zulassung erteilt. Sie stützt sich dabei auf entsprechende EU-Verordnungen.

Impflinge sind Versuchskaninchen

Eine bedingte Zulassung läuft ein Jahr, kann aber verlängert werden. „Bedingt“ deshalb, weil wichtige klinische Studien noch fehlen bzw. nicht abgeschlossen sind. Dafür wurde den Zulassungsempfängern Zeit bis Ende Dezember 2023 bzw. bis Ende Dezember 2022 gegeben. Was u.a. bisher fehlt, sind Untersuchungen über Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bzw. über die Auswirkungen auf die Fertilität (Fruchbarkeit). Trotzdem wird schon zügig geimpft. Diese Menschen nehmen also de facto an einer groß angelegten Studie zur Erprobung eines experimentellen Impfstoffes teil.

Informationspflicht ist einzuhalten

Laut EU-Recht sind Impflinge über das Faktum der bedingten Zulassung und die Gründe dafür, umfassend zu informieren, damit sie eigenständig über ein „Ja oder Nein“ zur Impfung entscheiden können. In den Regierungskampagnen hört man davon nichts. Auch Hausärzte und Gesundheitspersonal, die das Serum verabreichen, müssen die zu Impfenden umfassend aufklären. Unklar ist, ob das bei den Hochbetagten, in Alters- und Pflegheimen der Fall war und ist. In dieser Altersgruppe besteht ja das erwähnte Risiko ungeklärter Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Klargestellt werden muss auch, dass der Geimpfte das Virus möglicherweise weiterhin übertragen kann. Auch konkrete Angaben über die Wirksamkeit des Impfstoffes sind erforderlich.