Sie gilt seit Jahrzehnten in Mitteleuropa als besiegt: Die Kinderlähmung, auch bekannt als „Poliomyelitis“ (Polio) stellt eine besonders heimtückische Infektionskrankheit dar. Betroffen sind in erster Linie kleine Kinder, in Extremfällen kann die Polio zu schwerwiegenden, bleibenden Lähmungen der Extremitäten oder der Atemwege führen – mitunter mit tödlichen Folgen. Anlässlich des Welt-Polio-Tags am Mittwoch warnen jetzt Mediziner des renommierten deutschen Robert Koch-Instituts (RKI) vor einer Einschleppung nach Deutschland.

„Das Risiko einer Wiedereinschleppung ist vorhanden“, erklärte Kathrin Keeren vom RKI laut der Fachzeitschrift „Ärzteblatt“. „Gründe dafür sieht die Leiterin der Geschäftsstelle der Nationalen Kommission für die Polioeradikation in Deutschland in sinkenden Impfquoten bei Kindern sowie in der Migration aus Ländern mit Polio-Vorkommen“, heißt es zudem in der Fachzeitschrift.

Brisante Verbreitungsgebiete

Pikant: Zu den weltweit am stärksten von der Krankheit betroffenen Gegenden zählen auch jene Länder, aus denen nach wie vor viele Asylbewerber nach Österreich und Deutschland kommen. So wurden in den vergangenen Jahren Polio-Viren vor allem in Nigeria, Afghanistan und Pakistan festgestellt. Auch im Kriegsgebiet Syrien wurden laut dem „Ärzteblatt“ Polio-Erkrankungen verstärkt registriert.

„Nachdem es in Syrien 2013 einen Polio-Ausbruch gab, wurden Stuhlproben syrischer Asylbewerber in Deutschland untersucht – ohne, dass Wildpolioviren gefunden wurden. Darüber hinaus wurde gezeigt, dass Asylbewerber aus mehreren Poliorisikoländern ausreichend gegen Polio geschützt sind“, beruft sich die Fachzeitschrift auf Keeren.wochenblick spezialmagazin multikulti migration magazin

Polio-Viren oft unerkannt

Wenngleich die Zahlen weltweit sinken würden, gebe es jedoch weiterhin Gründe zur Vorsicht. Bereits wenn ein Virus entdeckt werde, spreche man von einem Ausbruch. „Bei Polio haben wir die Problematik, dass nur sehr wenig Fälle klinisch relevant sind. Das heißt, auf 200 Infizierte kommt in etwa nur ein Erkrankter“, informiert Kareen.

Auch für Österreich besteht laut Angaben des Gesundheitsministeriums grundsätzlich die Gefahr einer Einschleppung. Zwischen 1946 und 1961 erkrankten in Österreich an die 13.000 Kinder an Polio, 1.500 von ihnen starben. Nach Einführung der Schluckimpfung 1961 gab es laut ORF nur noch sechs tödliche Fälle, den letzten davon 1973. Bis jetzt gilt die Krankheit quasi als ausgerottet.

Mit den Migranten kommen die „Migrationskrankheiten“ 3

„Wochenblick“-Report warnte

Der „Wochenblick“ widmete sich bereits im Herbst 2017 dem Thema der Zunahme von „Migrationskrankheiten“ und dem erneuten Aufflammen in Mitteleuropa bereits als ausgerottet geltender Viren. Mainstream-Medien verschweigen indes diese Gefahr weitestgehend – darunter auch die neueste Warnung vor einer Ausbreitung von Polio. Auch im aktuellen Magazin „Migration & Multikulti – Die verschwiegenen Fakten“ (hier bestellen!) werden die Migrationskrankheiten ausführlich thematisiert.

„Dabei genügt schon ein kurzer Blick auf die Jahresstatistik 2015, um die infektiösen Auswirkungen des Migrationstsunamis zu sehen: Krankheiten, die bereits in Vergessenheit geraten waren oder hierzulande als unbekannt zu gelten hatten, schnellen in die Höhe. Demnach kann die Großstadt Berlin, was z.B. HIV/AIDS, Hepatitis B, die Legionärskrankheit, Meningokokken, Syphilis und Tuberkulose betrifft, bereits als potentieller Seuchenherd angesehen werden; Rückschlüsse auf andere deutsche und österreichische Großstädte sind zulässig“, heißt es dazu im brisanten „Wochenblick“-Report.