Vergangene Woche berichtete der Wochenblick über den todkranken AfD-Abgeordneten Martin Hebner, der trotz langer schwerer Krankheit ständigen Attacken von Linksextremisten ausgesetzt war. Nicht nur wurde sein Haus Ziel mehrerer Angriffe, auch er selbst wurde tätlich angegangen. Mittlerweile ist der AfD-Bundestagsabgeordnete verstorben. Im Raum stand zudem, dass die Polizei eine Anzeige gegen einen Schläger nicht aufnehmen habe wollen. Die Polizei und auch der bayerische Innenminister dementieren.

  • AfD-Abgeordneter verstarb nur wenige Tage nach dem Angriff an seinem Hirntumor
  • Medien zeigten kaum Interesse an der unglaublichen Attacke
  • Polizei wiegelt tätlichen Angriff ab, riet von einer Anzeige ab
  • Auch der bayerische Innenminister spielte den Verfall herunter

Von Achim Baumann

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Hebner ist am 7. Juli mit 61 Jahren gestorben. Er war bereits lange schwer krank, wie Wochenblick berichtete. Die Alternative für Deutschland würdigte den Politiker aus Dießen am Ammersee als außergewöhnlich liebenswerten, zugleich bescheidenen und hoch engagierten Kollegen. Zum Gedenken an den Verstorbenen wurden die Fahnen auf dem Reichstagsgebäude auf Halbmast gesetzt. Das unwürdige Herumeiern der Polizei und des bayerischen Innenministers muss Martin Hebner nun nicht mehr ertragen, auch nicht die zahlreichen Angriffe auf ihn, seine Familie und sein Haus.

Ein Rückblick

Eine erfreuliche Meldung: Im vergangenen Mai konnte die Polizei in Berlin den mutmaßlichen Verfasser von angeblich politisch motivierten und widerlichen Drohschreiben mit dem Absender „NSU 2.0“ bei einer Wohnungsdurchsuchung festnehmen. Politik und Behörden hatten den Bedrohten besonderen Schutz zugesagt, einen Fond für besonders gefährdete Menschen eingerichtet. Opfer ähnlicher Drohungen erhalten künftig sogar finanzielle Unterstützung vom Land Hessen, wenn sie Schutzmaßnahmen in ihrer Wohnung einbauen lassen. Im nächstgelegenen Bundesland Bayern ticken die Uhren offenbar anders – und ganz bestimmt, wenn das Opfer die vermeintlich „falsche“ Parteimitgliedschaft hat.

Dementis der Polizei und des bayerischen Innenministers

Im Raum steht nämlich der von Hebner noch wenige Tage vor seinem Tod geäußerte Vorwurf gegenüber der Polizei, dass diese eine Anzeige eines Schlägers nicht habe aufnehmen wollen. So berichtet seine Familie vorwurfsvoll: „Kommentar der Polizei war doch keine Anzeige zu erstatten, da dies zum einen wenig bringe und zum anderen im Zweifel zu noch mehr Aggression führen würde.“ Nun hat sich die Polizei gemeldet und behauptet, dass es kein politisch motivierter Angriff auf Hebner gewesen sei.

Ob die Polizei dem Schläger in den Kopf geschaut hat, ist indes nicht bekannt. Das erklärt zudem auch nicht, warum die Polizei die Anzeige nicht aufnehmen wollte, so der Vorwurf, denn Körperverletzungen sind Körperverletzungen und Opfer haben das Recht, dass die Taten verfolgt werden. Mittlerweile hat sich auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zum Fall geäußert. Auch er dementiert heftigst, wiegelt – erwartungsgemäß – ab, die Vorwürfe stimmten nicht.

Gibt es Opferhierarchien?

Man kennt es von Dutzenden Fällen wie beispielsweise denen in Würzburg oder jüngst in Wien: Wenn es Einheimische trifft oder sogar diejenigen, die politisch einheimische Interessen vertreten, sind die Medien nahezu stumm und die Politik reagiert äußerst zaghaft. Es gibt kein oder kaum Bedauern, der Schutz der Opfer ist dann sogar nachrangig. Man sorgt sich nicht selten um den psychischen Zustand der Täter, regelmäßig findet eine Täter-Opfer-Umkehr statt.

„Antifaschisten“ wehren sich ja nur gegen die angeblichen „Faschos“, wird da beispielsweise ins Feld geführt oder die abscheulichen Taten von Personen mit Migrationshintergrund werden mit Traumatisierungen verharmlost und entschuldigt. So ist es auch in diesem Fall, die Mainstreammedien haben kaum über die Angriffe auf Martin Hebner berichtet, die Behörden wurden medial nicht kritisiert. Opfer ist eben nicht gleich Opfer, das sollte der Wähler nicht vergessen!

Das könnte Sie auch interessieren: