Ein Magdeburger E-Sport-Verein veranstaltete am letzten Wochenende ein Turnier, zu dem er alle Jugendverbände im Bundesland einlud. Alle außer eine: Die Junge Alternative, die Parteijugend der zweitstärksten Partei in Sachsen-Anhalt, durfte nicht teilnehmen.

Während sich die Junge Union, Jusos, die Grüne Jugend, die Jungen Liberalen und die Linksjugend Solid im Wettbewerb um die besten Zocker messen durften, lud man den AfD-Nachwuchs erst einmal gar nicht ein. Auf Hinweis der Jungen Alternative (JA), dass das Turnier eine gute Gelegenheit wäre, „persönliche Vorbehalte abzubauen“, folgte aber keinerlei Einsicht.

Vielmehr stellte sich sogar der Präsident des eSport-Bundes Deutschland hinter die Aussperrung. Man vertrete Werte der „offenen, demokratischen Gesellschaft, in der sich alle Menschen ohne Diskriminierung entfalten können“. Eine rechtspopulistische Meinung bedrohe diese Werte, womit die Entscheidung, der JA „keine Plattform zu geben“, diesen Anspruch lebe.