Seit fast 40 Jahren gelten die Pocken als ausgerottet und damit als Musterbeispiel dafür, dass groß angelegte Impfungen wirken. Doch es gibt noch Arten der Pocken, die eine Gefahr darstellen. Anfang September 2018 wurden bei zwei Reisenden aus Nigeria in Großbritannien Affenpockenviren nachgewiesen.

Einer von ihnen hatte in Nigeria Kontakt zu einem Patienten mit Affenpocken-verdächtigen Symptomen gehabt und sogenanntes „Bushmeat“ verzehrt.

Bei erkrankten Nigerianer angesteckt

Es sei sehr ungewöhnlich, dass zwei Affenpocken-Fälle unabhängig voneinander in so kurzer Zeit importiert werden, berichtet das Robert Koch-Institut. Einer der beiden Krankheitsüberträger hatte Kontakt zu einem bereits infizierten Nigerianer.

Laut der renommierten „ÄrtzeZeitung“, die über die Fälle berichtete, wären Affenpocken sehr selten und würden von Tieren auf den Menschen übertragen. Menschen könnten sich vor allem durch Kontakt mit Blut, Gewebe oder Ausscheidungen erkrankter Tiere infizieren.

Wie gefährlich sind Affen-Pocken?

Affen-Pocken verursachen starkes Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und lassen die Lymphknoten stark anschwellen. Auf dem Körper bildet sich nach wenigen Tagen ein Pocken-ähnlicher Ausschlag. In der Regel ist die Krankheit nicht absolut tödlich, kann aber zu schwerem und langanhaltendem Krankheitsverlauf führen. Gegen Pocken geimpfte Menschen sind teilweise immun gegen die Affenpocken.