Kein „Freund und Helfer“ – in Afghanistan müssen sich die Bürger offenbar auch vor der Polizei fürchten. Afghanische Polizisten vergewaltigten einen 13-Jährigen zwei Tage lang. Jetzt ist er tot.

Der 13-Jährige sei an einem Kontrollpunkt im Distrikt Dand in Kandahar aufgehalten worden. Die fünf Polizisten sollen den Buben zwei Tage lang in ihrer Gewalt gehalten haben und vergewaltigt und sexuell gefoltert haben. Jetzt starb er im Krankenhaus.

Vorwurf: „Unzulässige Beziehung“

Der 13-Jährige stellte zuvor noch ein Video online, in dem er von seinem Martyrium erzählt. Dann erlag er den inneren Verletzungen, die ihm die 5 Polizei-Beamten zwei Tage lang zufügten. Ihm wurde vorgeworfen, dass er eine „unzulässige Beziehung“ zu einem anderen Kind aus dem Umfeld des Polizeikommandeurs unterhalten hätte.

Islamisches Ehrverständnis

In Afghanistan sind solche „unzulässigen Beziehungen“ ein großes Problem. Die streng islamische Bevölkerung, die zu über 60% nicht lesen und schreiben kann, ist sehr an ihr traditionelles Verständnis von „Ehre“ und „Schande“ gebunden. 

Wird die Familienehre durch „Schande“ beschmutzt, so muss die Familie alles unternehmen, um die „Ehre“ wiederherzustellen. Gegebenenfalls kann hierfür auch Mord ein probates Mittel sein.

Die Provinz Kandahar: