Im Zuge seiner USA-Reise (Wochenblick berichtete) traf Sebastian Kurz neben der machthungrigen Tech-Giganten aus dem Silicon Valley auch auf die UNO-Weltenlenker. Er versprach die totale Umsetzung der Agenda 2030 und servierte Österreich den Globalisten auf dem Silbertablett. „Besser und grüner“ wolle man werden, erklärte er.

Von Bernadette Conrads

  • Kurz versprach totale Umsetzung der Agenda 2030
  • Für Lob aus dem Ausland: Nur noch erneuerbare Energie bis 2040
  • Prahlte mit dem Verschenken von Impfstoffen an ärmere Länder
  • Österreich sei UNO „verpflichtet“
  • UNO-Zentrale kommt nach Wien
  • Plant Kurz bereits den Absprung aus der nationalen Politik?

Auch auf der Seite des Bundeskanzleramts wurden Textpassagen seiner Rede publiziert. Daraus geht hervor, dass Kurz gegenüber Antonio Guterres nicht nur mit der „umfassenden Teststrategie, die unter anderem die Schulöffnung begleitet habe, sowie wirtschaftlichen Unterstützungsmaßnahmen“ sowie den verschenkten Impfstoffen durch Österreich an ärmere Länder geprahlt hat.

„Arbeitsplätze gerettet“: So brüstet sich Kurz vor Weltelite

Kurz habe UNO-Generalsekretär Antonio Guterres auch berichtet, „dass Österreich eine Million Impfdosen an Westbalkan-Staaten spenden werde.“ Mit Hilfe der Kurzarbeit habe er außerdem über eine Million Arbeitsplätze gerettet. Diejenigen, deren Arbeitsplatz durch seine Maßnahmen vernichtet wurde, hatten freilich keine Chance, sich bei der Versammlung zu Wort zu melden. Kurz fokussierte sich in seiner UNO-Rede auf die Internationalisierung der Welt: Während der Pandemie habe Österreich „den Wert internationaler Kooperation und Solidarität“ erfahren. Sebastian Kurz: „Klar ist: Wir müssen zusammenarbeiten, einander unterstützen, voneinander lernen und die besten Praktiken miteinander teilen“

Kurz serviert Österreich auf dem Silbertablett für Agenda 2030

Österreichs Kanzler sprach sich vor dem „Who is Who“ der Weltenlenker auch für einen „Politikwandel nach der Krise“ aus. Dieser bestehe darin, dass man „besser und grüner“ werde. In seiner Rede soll er gesagt haben: „Wir brauchen Lösungen für eine Welt, die nachhaltiger, inklusiver, gerechter, stärker gleichberechtigt und widerstandsfähiger ist.“ Kurz predigte damit nichts anderes als die noch radikalere Umsetzung der Agenda 2030-Ziele und lieferte Österreich dabei an die Globalisten auf dem Silbertablett aus.

So soll er versprochen haben, dass Österreich „an der Seite jener Staaten stehen“ werde, die „besonders viel Unterstützung“ bräuchten, etwa „die ärmsten Entwicklungsländer, die Binnenländer unter den Entwicklungsländern oder die kleinen Inselentwicklungsstaaten“, ist der Seite des Bundeskanzleramts zu entnehmen. Denn „wir“ dürften „niemanden zurücklassen“, das sei „unsere gemeinsame Verantwortung“, erklärte Österreichs Bundeskanzler, der sich offenbar vollends seinem Dienst am Globalismus verschrieben hat. Damit kündigte er nichts geringeres als das große Umverteilen österreichischer Wertschöpfung an Entwicklungsländer an.

Für Lob aus dem Ausland: Österreich bis 2040 „klimaneutral“

Wie ein Schüler bei der mündlichen Matura dürfte Kurz schleimig seine „Erfolge“ für die Internationalisierung der Welt und gegen die Interessen der Österreicher aufgezählt haben. „Sehr erfolgreich“ sei Österreich bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele bisher unterwegs gewesen. Man habe sich „sogar auf Platz 6 weltweit“ vorgearbeitet, rühmte sich Kurz ganz im Dienst der Globalisten. „Wir werden unser Engagement zur Umsetzung der Agenda 2030 fortsetzen“, kündigte Sebastian Kurz seine Pläne an, die den Österreichern teuer zu stehen kommen werden. So verwies er auch noch darauf, dass Österreich bis 2030 den gesamten Strom aus erneuerbarer Energie produzieren und bis 2040 klimaneutral sein wolle. Das sei ein „sehr ambitioniertes, aber machbares Ziel.“

Das Bundeskanzleramt schildert auch, wie Kurz darlegte, wieso das wichtig sei. Denn immerhin habe sich eine(!) ausländische Vize-Staatschefin über Österreichs Wasserkraft-Technologie informiert: „Andere Länder hätten sich bereits über Österreichs Klimapolitik informiert. Die kolumbianische Vizepräsidentin Lucia Ramirez Blanco hatte im Vorfeld bei einem Treffen im UN-Hauptquartier Interesse an der österreichischen Wasserkraft-Technologie gezeigt, so Sebastian Kurz.“

Kurz versprach die totale Umsetzung der Agenda 2030

Doch dem war offenbar noch nicht genug. So versprach Kurz sogar die totale Umsetzung der Agenda 2030-„Nachhaltigkeitsziele“: „Auch unsere Entschlossenheit zur vollständigen Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele habe ich unterstrichen“. Österreich sei den UN-Globalisten verpflichtet, erklärte Kurz: „Österreich werde den UN-Nachhaltigkeitszielen selbstverständlich auch während seiner Mitgliedschaft im ECOSOC (2021-2024) verpflichtet bleiben.“

Da jubeln die Globalisten: Der UN-Generalsekretär habe das Krisenmanagement Österreichs während der Pandemie gelobt und sich dafür bedankt, dass Österreich auch die UN-Mitarbeiter in Wien gegen COVID-19 geimpft habe. Das sei sehr gut vom Generalsekretär aufgenommen worden, freue sich der Bundeskanzler.

UNO-Zentrale in Wien

Der dritte UNO-Amtssitz sei in Wien geplant. Kurz freue sich über die „besondere Ehre“. Er glaubt, die UNO-Zentrale „eröffne aufgrund der räumlichen Nähe auch die Möglichkeit zum Mitgestalten“. Bisher gingen Kritiker davon aus, dass sich Sebastian Kurz nach seiner Regentschaft ins Silicon Valley zu seinen Tech-Freunden absetzen werde. Doch jetzt stellt sich die Frage: Plant Kurz seinen Absprung aus der nationalen Politik vielleicht gar über die UNO?

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