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Diesen Samstag sorgt der Rechten-Kongress „Verteidiger Europas“ für Aufsehen in Aistersheim (Bezirk Grieskirchen). Während sich im Veranstaltungsort, dem Wasserschloss Aistersheim, laut den Organisatoren mehr als 500 Gäste befinden, demonstrieren im Ortszentrum am Vormittag laut Polizei lediglich rund 30 – 35 Personen gegen den Kongress.

Ihre Veranstaltung nennen die Linksradikalen selbst als „Politischen Frühschoppen“. Die Polizei hat indes das private, zum Schloss gehörige Gelände weitflächig abgesperrt. Linke wollten den Beamten offenbar Vorschriften bei der aufgrund der Gegendemonstration notwendig gewordenen Umleitung des Verkehrs geben:

Nutzer spottet

Die Veranstalter setzen zum Schutz der Veranstaltung eigenes Sicherheitspersonal ein. Auch die Polizei schützt die Veranstaltung durch Absperrgitter. Auf Twitter amüsiert sich ein Nutzer über die sehr unterschiedlichen Teilnehmerzahlen:

Antifa bepöbelt Ausländer

„Wochenblick“-Redakteure sind vor Ort, berichten über den brisanten Kongress, der in Oberösterreich in den vergangenen Wochen für reichlich Furore sorgte. Bei einem Lokalaugenschein im Ortszentrum wurden sie von schwarz vermummten Personen massiv bepöbelt. Zudem beschallten die Demonstranten den kleinen Ort mit antifaschistischer Hip-Hop-Musik.

Besonders pikant: Weil ein ausländischer Redakteur einen Trachtenjanker trug, beschimpften ihn Linksradikale als „schei* Bauern“. Zudem schleuderten die Aggro-Pöbler Schneebälle auf die „Wochenblick“-Redakteure!

Unterstützer bekennen sich als „linksradikal“

Die Kommunikatoren der Gegendemo scheinen aus ihrer Gesinnung keinen Hehl zu machen. Auf Twitter präsentiert sich ein Nutzer namens „Résistance – Pyrominister & Antiseehoferminister“ als Demoteilnehmer und wichtiger Unterstützer. In seinem Profil beschreibt er sich mit stolz geschwellter Brust als „Links, Linker, Linksradikal (laut Verfassungsschutz Linksextrem)“.

Zudem veröffentlichte er ein Foto, in dem vermummte Männer auf einem Transparent ankündigten, den „Burgfrieden zu stören“.

Sitz des Veranstalters attackiert

Zu Verletzten und Attacken kam es in Aistersheim indes noch nicht. Wie jedoch das Alternativ-Medium „Info-Direkt“, das zu den Veranstaltern des Kongresses gehört, bekannt gab, sei der Verlagssitz heftig attackiert worden.

Linksextreme schleuderten offenbar Farbbeutel gegen die Front des Gebäudes in Linz:

Für den Nachmittag ab 14 Uhr kündigten die Kongress-Gegner indes eine Großdemo an. Aus Insiderkreisen ist zu vernehmen, dass statt der geplanten fünf nur zwei Busse voller linksradikaler Gegendemonstranten anreisen werden. Kenner der Szene machen vor allem die niedrigen Temperaturen und das arbeitsfreie Wochenende dafür verantwortlich.