Nach knapp 20 Jahren ging die Militärpräsenz des Westens in Afghanistan auf – unabhängig des Standpunktes – unrühmliche Art und Weise zu Ende. In wenigen Tagen eroberten die islamistischen Taliban großteils kampflos den Staat zurück. Es droht dem Land ein knallhartes Regime – und Europa ein Aufsammeln des Scherbenhaufens in Form einer neuen, riesigen Migrationswelle.

Am 8. Juli gab US-Präsident Joe Biden eine Pressekonferenz, die wohl als kapitale Fehl-
einschätzung in die Geschichte eingeht. Er zeigte sich darin zuversichtlich, dass die bis zu 300.000 Regierungstruppen nach dem Abzug der US-Streitkräfte sich gegen die Taliban problemlos behaupten. Nicht einmal sechs Wochen später fiel Kabul.

Ein hausgemachter Umsturz

Ein umstrittener Krieg mit folgender umstrittener Besatzung, in der man sich auch an der Zivilbevölkerung versündigte, geht nun auch umstritten zu Ende. Das konservative und heimatverbundene afghanische Volk hatte die Fremdbestimmung satt und ließ die einstigen Machthaber auf dem Durchmarsch passieren. Es sitzen nun in Kabul wieder jene Gotteskämpfer, welche die USA teilweise in den Wahnsinn folterten, ehe die Obama-Regierung das Lager in Guantanamo räumen ließ.

Mit freiem Geleit waren sie nach den Qualen umso zielstrebiger, genossen plötzlich Heldenstatus und setzten ihren Kampf fort – eigentlich eine natürliche massenpsychologische Komponente, mit der die USA in ihren weltpolizeilichen Bestrebungen aber nicht kalkulierte. Die Taliban inszenieren sich nun als disziplinierte Befreier der Heimat, die eine friedliche Machtübergabe wollen. Es soll angeblich keine Racheakte geben, eine Generalamnestie für NATO-Kollaborateure. Das knallharte Leben nach strenger Koran-Auslegung bis hin zum Verbot von Musik und Mannschaftssport ist nur eine Frage der Zeit – allfälliger Widerstand dagegen wird Sache der Afghanen sein.

Trommeln für die „Luftbrücke“

Im medialen Raum herrscht aber das Entsetzen darüber, dass sich der Westen aus der Verantwortung stehle, zum Zuschauen verdammt sei, vor allem China profitieren könne – ohne die Richtigkeit des einstigen Einmarsches zu hinterfragen. Ein Verlierer der Instabilität im zersplitterten, tribalistischen Land ist aber in jedem Fall Europa.  Dabei hat der mediale Mainstream sein Narrativ.

Ein NDR-Journalist verkennt die Lage als „Zusammenprall zwischen zwei Welten“ – „Steinzeit-Extremisten“ gegen „junge, vibrierende Neuzeit-Zivilgesellschaft“. Dieser Schmäh soll den massenhaften Exodus noch befeuern. Journalisten twittern tränenreich über die eingeschlossenen „Ortskräfte“. Der Tenor: Man müsse doch diese Menschen mit ausfliegen – nicht in ein sicheres Nachbarland, sondern gleich nach Europa.

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  • Im Gespräch: Es ist genug zu tun: Die Regierung muss die Corona-Brille ablegen (Manfred Haimbuchner)
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