Besonders im angelsächsischen Raum ist es weit verbreitet, wenn man zu Vermögen gekommen ist, dieses – oder zumindest einen Teil desselben – wohltätigen Zwecken zukommen zu lassen. Gerade in den USA spielt die Finanzierung öffentlicher Aufgaben aus privaten Mitteln seit jeher eine große Rolle.

Stiftungen – der Weg zu Macht und Einfluss

2010 gründete sich in den USA auf Anregung der Milliardäre Warren Buffett und Bill und Melinda Gates die Bewegung „The Giving Pledge“ (Das Versprechen, etwas zu geben). Anschließen oder teilnehmen kann nur, wer eine Milliarde besitzt – oder besitzen würde, wenn er nicht versprochen hätte, mindestens die Hälfte des eigenen Reichtums abzugeben.

Dies kann noch zu Lebzeiten oder auch erst nach dem Ableben geschehen. Warren Buffett, der laut Forbes-Liste jahrelang zu den drei reichsten Menschen der Welt gehörte, hat selbst versprochen, 99 Prozent seines Vermögens wohltätigen Stiftungen zu spenden, den überwiegenden Teil der „Bill & Melinda Gates Foundation“, die – an ihren Einlagen von 47 Milliarden Dollar gemessen – die bisher größte Privatstiftung der Welt ist. Andere Reiche bezeichnen die Initiative als Augenauswischerei und praktisch wertlos, da die edlen Spender über Stiftungen ja weiter Kontrolle über ihr Vermögen ausüben können.

Politische Einflussnahme

In der Öffentlichkeit macht es sich zumindest immer gut, als wohltätig dazustehen und als Philanthrop bezeichnet zu werden. Häufig ist – oder kann – damit auch politische Einflussnahme verbunden sein. So ist die „Bill & Melinda Gates Foundation“ mit 210 Millionen Euro einer der größten Spender der WHO, die sich 2018 nur noch zu einem Fünftel aus Beiträgen der Mitgliedsländer finanzierte.

Der Rest der Mittel stammte aus Spenden. Und so wundert es auch nicht, dass die Gates-Stiftung bestimmt, für welche Projekte und Programme ihre Spenden verwendet werden sollen. Da hat es auch schon ein „gewisses Geschmäckle“, wenn Vorwürfe laut werden, dass die „Bill  & Melinda Gates Foundation“ gezielt Maßnahmen von Firmen propagiere und unterstütze, deren Aktien sie hält.

Top-Themen und interessante Artikel in der aktuellen Ausgabe

  • Zum Geleit: Gates, Soros & Co: Wer zahlt, schafft an
  • Österreich und die Welt: Göteborg: Hunderte Million Euro für „Aufwertung“ migrantischer Ghettos
  • Wochenthema: Deutungshoheit dank Geldspritzen: Wie Stiftungen den Zeitgeist beeinflussen
  • Im Gespräch: Juristin erhebt schwere Vorwürfe: „Andere Meinungen zu unterdrücken, ist salonfähig geworden“
  • Heimatreportage: Bankkauffrau arbeitet heute als glückliche Biofleisch-Bäuerin
  • Mediathek: Bald könnten ausländische Behörden im Netz Löschung kritischer Inhalte verlangen dürfen

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