Mindestens bis zum Heiligen Abend dürfen die Besucher des Linzer Volksgartens wieder auf friedliche Zeiten hoffen, die dort unterm Jahr nicht immer gegeben sind. Ursprünglich als eine Stätte des Frohsinns und der Geselligkeit für die Donaustadtbewohner geschaffen, ist aus dem Volksgarten mittlerweile ein nicht immer gemütlicher, fremder „Völkergarten“ geworden.

Eine Reportage von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

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In neun Tagen startet dort der Weihnachtsmarkt, der mit seiner besonderen Atmosphäre Erlebnisse für Jung und Alt biete, schwärmt man in einer Werbe-Webseite über diese traditionelle Adventveranstaltung „im schönsten Stadtpark von Linz“. Liebevoll individuell gestalteten Hütten, heißt es weiter, laden zu einem Bummel durch die verschiedenen Bereiche ein, während ein Duft von weihnachtlichen Leckereien den Gaumen kitzelt.

Doch in den Tagen vor dieser winterlich-vorweihnachtlichen Veranstaltung ging es auf dem etwa drei Hektar großen innerstädtischen Volksgarten-Grün nicht immer so friedlich und idyllisch zu wie viele Linzer das gern hätten. Denn vor allem in der Hitze des Sommers, wenn sich im Park die diversen Gruppen mit Migrationshintergrund ghettoartig versammeln, schlagen die Völker, so scheint’s, gern aufeinander ein, mitunter auch auf Oberösterreicher.

Gefährliche Auseinandersetzungen

So wurde dort erst im August ein 17-jähriger Bursch von acht Migranten krankenhausreif geprügelt. An der Stirn hatte der verletzte Linzer eine Rissquetschwunde und am Oberkörper zahlreiche Prellungen. Der Verursacher dieser Verletzungen soll nach Zeugenangaben ein Afghane gewesen sein. Im Monat davor haben gleich sechs bis acht Tschetschenen auf einen 18-jährigen Syrer mit Schlagstöcken und einer Pistole eingehämmert. In etwa derselben Zeit wurde auch ein Iraker im Volksgarten niedergestochen und schwer verletzt.

Anrainer sind entsetzt

„Im Park gibt es keine Stunde, in der es nicht rundgeht“, klagte ein Volksgarten-Anrainer schon vor Wochen gegenüber dem „Wochenblick“. Daher meidet er den Stadtpark, der schon längst kein Stadtpark der Linzer mehr ist. „Die Bänke sind durchwegs von irgendwelchen Gestalten belegt, am großen Spielplatz gibt es kaum noch Mütter ohne Kopftuch.“

Grünareal zum Amüsieren

So eine Entwicklung dürfte ganz gewiss nicht im Sinne des Volksgarten-„Erfinders“ gewesen sein, sagen andere Volksgartenanwohner. Denn als der Linzer Gastwirt und Cafetier Bartholomäus Festorazzi 1828 einen Acker an der Landstraße kaufte und zu einem Park umgestalten ließ, hatte er einen Vergnügungspark für jedermann vor Augen. Daher erbaute er auf seinem erworbenen Areal auch einen so genannten Volksgartensalon mit Kaffee-Pavillon und Billardzimmer.

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Im Freien lockten Ringelspiele, Schaukeln und eine Kegelbahn die vielen Besucher, die auch Eintritt zahlen mussten. Dafür bekamen sie im Volksgarten auch allerhand Unterhaltung geboten: Am Sonntag gab es beispielsweise Militärkonzerte und alljährlich, am „Tag der heiligten Anna“, auch ein großes Fest mit Feuerwerk. Keine Frage: Zu jener Zeit war der Volksgarten ein Publikumsmagnet und ein gefragter Hort des Frohsinns und der Gemütlichkeit.

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