Besitzer von Kneipen, die wegen der Lockdowns seit fast einem Jahr immer wieder ihre Türen schließen mussten, sollten jetzt genau aufhorchen. Die Briten auf der Insel Isle of Man haben alle Einschränkung der Corona-Politik am 1. Februar 2021 aufgehoben. Bereits eine Minute nach Mitternacht waren die Kneipen gefüllt bis auf den letzten Platz.

Die Regierung hat nach einem 25-tägigen Lockdown die Corona- Regeln auf der Isle of Man abgeschafft. Die Beschränkungen wurden um 00:01 GMT aufgehoben, nachdem die Insel 20 Tage ohne Corona-Verdacht verzeichnet hatte. Das Gesundheitswesen hat sich wieder normalisiert, alle Schulen wurden wiedereröffnet und alle Geschäfte und Pubs dürfen wieder Kunden empfangen.

Die Insel ist jetzt der einzige Ort auf den britischen Inseln, an dem keine Corona-Politik durchgesetzt wird.

Wer jetzt daran denkt, einen Flug zu buchen, um am Wochenende auf der Isle of Man durch die Kneipen tingeln zu können und um das Leben zu genießen, der wird leider enttäuscht. Fremde dürfen die Insel weiterhin nicht besuchen. Triftige Gründe sind davon ausgeschlossen, wenn zum Beispiel jemand seine Mutter besuchen möchte.

Auf der Insel waren zuvor nach mehr als sechs Monaten ohne Corona-Restriktionen plötzlich ein paar positive PCR-Tests festgestellt worden, woraufhin die Isle of Man am 7. Januar zum zweiten Mal gesperrt wurde.

Die Regierung wies die Bürger nach der Aufhebung aller Restriktionen an, auf der Hut vor dem Virus zu sein. Weitere Lockdowns können daher nicht ausgeschlossen werden, sollte erneut ein PCR-Test positiv ausfallen.

Die Isle of Man ist eine Insel in der Irischen See und liegt zwischen Schottland (29 km entfernt), England (48 km), Nordirland (52 km), Wales (71 km) und der Republik Irland (85 km). Sie ist als autonomer Kronbesitz direkt der britischen Krone unterstellt, jedoch weder Teil des Vereinigten Königreichs noch Britisches Überseegebiet. Die Insel stellt ein gesondertes Rechtssubjekt dar und war nie Mitglied der Europäischen Union. (AA)