Meret Becker wirkte bei #allesdichtmachen mit. Jetzt fürchtet die Schauspielerin um ihr Leben und ließ deswegen das Video löschen.

In 53 Videos kritisierten deutsche und österreichische Schauspieler satirisch die Corona-Diktatur. Jetzt sind die Schauspieler einem unvorstellbaren Druck ausgesetzt. Gewisse Kreise arbeiten hochmotiviert daran, den Kritikern den Garaus zu machen: Sie erstellen sogar Feindeslisten! Die Schauspieler müssen um ihr Leben fürchten. Immer mehr von ihnen geben auf und ziehen ihr Video zurück. Sie haben Angst.

Ben Becker ist schockiert: „Das ist doch ein Wahnsinn. In was für einer Zeit leben wir eigentlich? Was ist nur aus unserem Land geworden, dass man nicht mehr kritisch hinterfragen darf?“ Seine Schwester, Meret Becker, wirkte an der kritischen #allesdichtmachen-Kampagne mit. Jetzt muss sie um ihr Leben fürchten, schilderte ihr Bruder weinend gegenüber der „Bild“-Zeitung. Denn seitdem Meret Becker die Corona-Maßnahmen der deutschen Regierung kritisierte, erhält sie Morddrohungen. Weil er seiner Schwester zur Seite sprang, muss auch Bruder Ben Becker um sein Leben fürchten: „Ich sitze hier am Set in meinem Wohnwagen, und draußen stehen Leute und rufen, wo der Becker ist. Das macht Angst. Wer weiß, was noch alles passieren wird.“

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Freude über das Mundtotmachen

„Inzwischen sind 11 von 53 Videos verschwunden“, freut sich Stefan Niggemeier, ein Schwergewicht des deutschen Haltungsjournalismus. Wenig später legt er nach: „16 von 53“, die Entzückung über das „Schrumpfen“ der Kampagne ist bei manchen groß. Das Verhalten der „Mundtotmacher“ ruft jedoch auch Kritik hervor. So kommentierte ein Nutzer den „Niggi“-Beitrag mit einem Göbbels-Zitat über die Wichtigkeit von Lüge und Zensur.

Dazu schrieb er: „Die Aktion #allesdichtmachen hat wunderbar aufgezeigt, an welchem Punkt wir in Deutschland mittlerweile wieder aufgrund der MSM und Menschen, wie @niggi angekommen sind! Die Regierung und Medien agieren wie aus Goebbels‘ Propaganda-Lehrbuch! #SchwereSchuld“

Listen und systematische Menschenhatz

Auch ein deutscher Physiker, der sich schon länger im systematischen Denunzieren übt, feiert das Mundtotmachen der Künstler auf Twitter. Er schreibt unter anderem für eine Plattform, die den bezeichnenden Namen „Volksverpetzer.de“ trägt und sich für einen „Anti-Fake-News-Blog“ hält. Auf Twitter versuchte er, die Menschenhatz zu systematisieren. Wie Russia Today berichtet, forderte er am Freitag auf, „detaillierte Listen“ über die Schauspieler und deren Follower anzulegen, um so die vermeintlichen Hintermänner und Finanziers der Kampagne „aufzudecken“.

Das schrieb der leidenschaftliche „Volksverpetzer“- auf Twitter:

„Diese aufwendige Produktion muss ziemlich viel Geld gekostet haben. Es gab davor keinen Spendenaufruf. Der Typ, der im Impressum steht, ist ein Unbekannter. Wer steckt hier dahinter? Jemand mit viel Geld? Wurden die Schauspieler bezahlt? Alles ziemlich fischig … 

Ich kann es irgendwie nicht glauben, dass dieser Bernd K Wunder da alleine dahinter steckt. Das ist sicher zur Verschleierung.

Wer Spaß an Recherche hat: was ist der Zusammenhang zwischen den Schauspielern? Gleiche Filme? Agenturen? Es gibt ja eigentlich ziemlich gute Datenbanken, da kann man vielleicht Zusammenhänge herausfinden.

Wer von den Schauspielern ist auf Twitter? Und wem folgen die da alle? Und von wem werden die gefolgt? Wenn jemand eine Liste machen will, hier drunter gecrowdsourct? @pkreissel kann sowas gut analysieren.

Wer hat die ersten Tweets mit Hashtag dichtmachen geschrieben? Rosenfelder von der Welt war seeehr schnell dabei. Über die ersten Tweets bekommt man raus, wer eingeweiht war.

Unter den ersten Tweets mit dem Triple-Hashtags waren führende Twitter-Querdenker und Durchseucher. Es ist also völlig klar was das Ziel war und welche Gruppe als Amplifikator genutzt werden sollte.“

Meinungsterror und Zensur: Auch Österreicher halten Druck nicht Stand

Vom Vorwurf, Feindeslisten zu erstellen, distanzierte er sich auf Nachfrage halbherzig – er gelobte lediglich, sich zukünftig „vorsichtiger auszudrücken“, wie „RT“ berichtet. Beim Denunzieren möchte er also offenbar bleiben. Auch wenn sie vielfach die fehlende Meinungsfreiheit in Deutschland im Zuge der Corona-Politik kritisierten, dürften viele der Schauspieler erst jetzt mit Entsetzen feststellen, wie weit Zensur, Repression und Meinungsterror bereits fortgeschritten sind. Und das nicht nur in Deutschland: Auch der durch seine frühere Rolle als „Jedermann“ der Salzburger Festspiele bekannte Burgschauspieler Nicholas Ofczarek ließ sein Video bereits löschen.

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