Aktuelle Ausgabe: Flüchtlinge in Europa

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Von der Ukraine ins Multi-Kulti-Land

Aktuelle Ausgabe: Flüchtlinge in Europa

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Immer wieder heulen die Sirenen auf. Luftalarm. In einer Nacht zählt Svetlana (81) elf Explosionen vom Schwarzen Meer aus. Elfmal das Heulen des Teufels, der so unvermittelt aus der Hölle gestiegen ist, um das Fegefeuer zu bringen. Wie in jedem Krieg. Doch dieses Mal hat er sie und ihre Tochter Olga (59) ganz persönlich erreicht. Das Undenkbare ist grausige Wirklichkeit geworden. So sitzen Mutter und Tochter eng aneinandergedrängt im Korridor ihrer kleinen Wohnung in Odessa. Die tragenden Wände sollen bei einem Raketeneinschlag das Schlimmste verhindern. Denn im Hochhaus gibt es keinen Bunker. Ohnehin wäre es für die 81-Jährige nicht möglich, die neun Etagen hinunter in das Kellergeschoss zu gehen. Also harren sie aus, beten und hoffen, dass Gott sie erhört.

Svetlana und Olga wohnen in einem für die Postsowjetzeit typischen 9-stöckigen Plattenbau in einem Trabantenviertel in Odessa. Die Schwarzmeermetropole ist mit ihren über einer Million zählenden Bevölkerung die bedeutendste Hafenstadt der Ukraine und kulturelles Zentrum im Süden. Doch am 24. Februar 2022, am Tag, als Russland die Ukraine angreift, entbrennt ein völlig unerwarteter „Bruderkrieg“, der in der Folge Zerstörung und Hunderttausende Flüchtlinge hervorbringen wird. Auch im Süden wirft er seine dunklen Schatten voraus. Zunächst wird Mariupol am Ufer des Asowschen Meeres bombardiert. Danach die Küstenregion am Schwarzen Meer: Cherson, Mykolajiw und dann Odessa, die Perle der Küstenstädte.

Der unfassbare Bruderkrieg

Der Krieg ist für die meisten Einwohner völlig surreal. Denn hier in Odessa und auch anderswo im Land, leben Russen, Ukrainer, Europäer und Menschen anderer Nationen seit je her friedlich zusammen. Mit Ausnahme der umkämpften selbsternannten Volksrepubliken Lugansk und Donezk im Osten, die lieber zu Moskau als zu Kiew gehören wollen. Doch nun kämpfen ukrainische Soldaten, die in Russland familiär verwurzelt sind gegen russische Soldaten, die in der Ukraine Verwandtschaft haben. Das ist nicht nur paradox, sondern fast gar unwirklich.

Auch Svetlana hat in Russland Familie, stammt sie doch ursprünglich aus Moskau. Aber jetzt, in höchster Not, macht die dortige Verwandtschaft heftige Vorwürfe: Die „Nazis“ in der Ukraine würden Russland bedrohen. Svetlana bricht mit ihrer moskowitischen Verwandten. Wohl für immer. Ein Beispiel von so vielen in diesen Tagen. Die russische Armee und Marine rücken immer näher. Vor Odessas Küste wurde bereits ein Handelsschiff versenkt. Auch der Strand ist längst vermint. Höchste Zeit, die geliebte Heimat zu verlassen, solange es noch geht. Bevor der Höllensturm wie in Mariupol oder Charkiw sie erreicht. Lieber Flucht als Tod. Juri (31), der Sohn von Olga und seine Frau Alina (31) zögern nicht, Mutter und Großmutter in Sicherheit zu bringen.

Top-Themen & interessante Artikel der aktuellen Ausgabe

  • Wochen-Blick: Wenn Flüchtlinge vor “Flüchtlingen” fliehen
  • Österreich und die Welt: Entlastung? Fehlanzeige! So wird der Bürger nun geschröpft
  • Wochenthema: Auf der Flucht aus dem Höllensturm / Flüchtling ≠ Flüchtling
  • Im Gespräch: Perspektive China: Ist der Westen am Ende?
  • Aus der Heimat: Multi-Funktionäre in der Politik: Welche Politiker bei Ämterhäufung vorn liegen
  • Im Gespräch: Konzerte für schwere Jungs: Musikerin erklärt, warum sie im Gefängnis Asten für verurteilte Verbrecher singt
  • Mediathek: So sollte die Ukraine zum “Great Reset”-Testlabor für globale Tech-Elitn werden
  • Reportage:  Selbstversorgungs-Prinzip findet auch bei uns immer mehr Anhänger

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