Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will! Jeder kennt diese Textzeile aus der Hymne des revolutionären Proletariats. Doch um diesen Zustand herbeizuführen, braucht die Arbeiterschaft heute keine Unternehmen mehr zu bestreiken.
Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler
Es genügt schon, wenn Rote in roten Betrieben das Sagen haben, um diese lahmzulegen oder gar erfolgreich zu vernichten. Jüngstes Beispiel dafür ist das Linzer „Design Center“, das von einem Beirat unter dem Vorsitz von Klaus Luger „beaufsichtigt“ wird und laut Kontrollamtsbericht jetzt mit 2,7 Millionen Euro in den Miesen ist. Nunmehr ist die Existenz des „Design Centers“ gefährdet.
Doch diese Situation allein als Resultat der so genannten Corona-Pandemie erklären zu wollen, ist zu billig. Denn obwohl mit den Veranstaltungen im „Design-Center“ schon seit Jahren stets zu wenig Geld in die Kassen kam, hat man dort trotzdem damit herumgeworfen als wäre es schon abgeschafft.
Besonders pikant erscheinen in der Ausgabenliste des hoch defizitären „Design Centers“ die Erfolgsprämienzahlungen für die Mitarbeiter und das fast 60.000 Euro teure Sponsoring für die „Miss Austria“-Wahl 2018. Mit vollen Hosen ist gut stinken, sagt ein altes Sprichwort. Mit leeren Hosen offensichtlich auch.