"Am wenigsten mag ich Mathematik und Englisch"

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"Am wenigsten mag ich Mathematik und Englisch"

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Das Nachhilfeinstitut „Lernquadrat“ erhob in einer selbst durchgeführten Befragung, wie Oberösterreichs Schülerinnen und Schüler lernen. Poblemfächer sind nach wie vor Mathematik und Englisch, gelernt wird meistens alleine, auf dem Bett oder mit Mama. Mit über 80 Filialen österreichweit und 9 in Oberösterreich ist das „Lernquadrat“ eines der führenden Nachhilfeinstitute.

Geschäftsführer DI Konrad Zimmermann präsentierte die Ergebnisse von 340 befragten Schülern über einen Zeitraum von 4 Monaten. 94% der befragten Schüler lernen alleine, nur 6% in der Gruppe. Diese Statistik müsste umkehrt werden, da besonders die Kommunikation in der Gruppe in den Lernfortschritt fördert, betont Zimmermann. Im „Lernquadrat“ lernen die Schüler in Gruppen von 3-5 Personen.

Wenig verwunderlich: der Fernseher sollte beim Lernen unbedingt ausbleiben. Musik kann helfen, sollte jedoch nur instrumental sein wie etwa Klassik. Als liebstes Lernritual geben die Schüler das Essen an – wer kann es ihnen verdenken? Väter spielen übrigens bei der Unterstützung für das Lernen nach wie vor nur eine geringe Rolle.

Obwohl es bei Nachhilfe eine Überversorgung gibt, befindet sich „Lernquadrat“ noch immer im Wachstum. Grund sei laut Zimmermann der völlige Stillstand – die Baustelle Bildungspolitik. „Als ich meine Arbeit als Lehrer antrat, war ich erschrocken. In unserer Schule herrschte noch immer die maria-theresianische Kanzleiordnung. Es war wie vor 250 Jahren“.
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Ein „Fleck“ für die Neue Mittelschule

Kein gutes Haar Gefühl lässt Zimmermann an der Neuen Mittelschule. Ihre Qualität hänge stark von der Umsetzung ab. Es gäbe zwar auch positive Beispiele, in Summe jedoch haben sich die Kosten je Schüler pro Jahr von 4900 Euro auf 8000 Euro fast verdoppelt, ohne wirkliche Verbesserung.

Hassfach Mathematik

Zimmermann, der selbst 10 Jahre technische Fächer an einer HTL gelehrt hat, kritisiert den Umgang mit technischen Fächern. In den USA würden beispielsweise Schüler viel positiver an das Fach Mathematik herangeführt. Schuld sei die „BIO- und Umweltbewegung“ vor 30 Jahren, die eine allgemeine Stimmung verbreitet habe, dass jegliche Technik etwas Schlechtes sei. Die Verakademisierung des Bildungsweges der letzten Jahrzehnte hat dazu geführt, dass vor allem geisteswissenschaftliche Studiengänge überladen sind – technische hingegen klagen nach wie vor über Mangel, genauso die Arbeitswelt. Um eine tatsächliche strukturelle Veränderung bei der Begeisterung für technische Fächer herbeizuführen, sei es laut Zimmermann notwendig, nachhaltig das „böse Image“ der Technik abzuschaffen.

 

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