Attraktion mit großer touristischer Zugkraft

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Baumkronenweg soll Besucherzahlen verdoppeln

Attraktion mit großer touristischer Zugkraft

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Die Gmundner können sich freuen. Ab Juli nächsten Jahres wird eine neue Freizeitattraktion Besucher verstärkt auf den Grünberg locken. Davon dürfte nicht nur der Traunseeort selbst, sondern die ganze Salzkammergut-Region profitieren.

Ein Bericht von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Wenn Besucher die breiten Holzstege des Innviertler Baumkronenwegs in zwanzig Metern Höhe entlangflanieren, dann kommt es schon vor, dass sich der eine oder andere ein bisschen wie Tarzan im Dschungel fühlt, wo der sich bekanntlich flink von Wipfel zu Wipfel schwingt.

Aussichtstürme bis zu 40 Meter hoch

Auf dem im Jahr 2005 mit Stahlpfeilern mitten durch den Kopfinger Wald gerammten Pfad ist dieses Wipfelschwingen auch ohne Lianen für jedermann möglich – bildlich gesprochen. Dabei kann per Aussichtsturm eine Höhe von bis zu 40 Metern erklommen werden, von wo aus man dann seine Blicke bis weit hinein nach Bayern und ins Salzkammergut schweifen lassen kann.

Bevor es diesen Weg gab, erläutert Bauer Johann Schopf, der Erfinder dieser Attraktion, registrierte man im 2000-Einwohner-Ort Kopfing jährlich etwa vier oder fünf Touristen. Mittlerweile jedoch sollen es an die 150.000 Besucher sein, die sich dort in luftiger Höhe über die Holzbretter des Baumkronenpfades schieben, der mittlerweile zweifellos ein Touristenmagnet ist.

Zugnummer

Auf so eine „Zugnummer“ freuen sich nun auch die Gmundner, die jetzt auf ihrem Grünberg ebenfalls einen Baumwipfelpfad errichten werden, um dort das Touristenaufkommen zu steigern. Zurzeit transportiert die Seilbahn alljährlich etwa 100.000 Menschen auf den Berg, nach Eröffnung des Baumkronenwegs am 1. Juli nächsten Jahres sollen es doppelt so viele werden.

Damit würden sich die Kosten der Seilbahn-Modernisierung im Jahr 2014 mehr als bezahlt haben.
„Es ist ein Projekt mit grosser touristischer Strahlkraft und einem hohen naturpädagogischen Wert“, lobt Wirtschaftslandesrat Michael Strugl bei der Vorstellung das Projekt im Rathaussaal von Gmunden.

Stahlkraft

Das fünf Millionen Euro teure Vorhaben, das von einem privaten Anbieter, der Erlebnis Akademie AG, in Eigenregie realisiert wird, wurde von der Stadt Gmunden und den Österreichischen Bundesforsten initiert. Sie stießen damit nicht nur bei der Traunseeschiffahrt, sondern auch bei der Seilbahnholding wie auch beim Traunsee-Tourismus auf größte Zustimmung.

„Der Grünberg gehört bereits jetzt zu den beliebtesten Ausflugszielen im Salzkammergut“, betont Seilbahnholding-Geschäftsführer Dietmar Tröbinger, der felsenfest davon überzeugt ist, dass der Grünberg mit seinem neuen Baumwipfelpfad zu einer der Top-Tourismusattraktionen von Oberösterreich werde.

Zustimmung

Ins selbe Horn stoßen auch Stefan Krapf und Wolfgang Schlair, Bürgermeister und Vizebürgermeister der Stadt Gmunden, die im Baumwipfelpfad eine enorme Chance zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung des Ortes sehen, wovon nicht nur Tourismus und Gastronomie, sondern auch noch andere Berufssparten profitieren werden.

„Mit dem Baumwipfelpfad schaffen wir nun ein völlig neues und interessantes Wald­erlebnis für die Besucher, die dadurch auch viel über die Fauna und Flora der Region erfahren werden, freut sich Georg Schwaig­hofer, der Tourismus-Geschäftsfeld­entwickler der Bundesforste.

Ausblicke

Auf den pädagogischen Aspekt der Freizeitanlage, die in der Nähe der Seilbahnstation auf dem Grünberg errichtet wird, verweist auch Christian Kremer von der Erlebnisakademie. Sein Unternehmen wolle den Baumwipfelpfad-Besuchern aber nicht nur atemberaubende und ungewöhnliche Ausblicke vermitteln, sondern auch ein Umwelt- und Naturbewusstsein – und zwar für jedermann.

Denn die primär aus Holz bestehende Konstruktion des 1383 Meter langen Wipfelweges wird barrierearm gestaltet und somit auch für Rollstuhlfahrer und Familen mit Kinderwagen leicht erlebbar sein. Entlang der Route werden Lern- und Spielstationen angesiedelt, und der 38 Meter hohe Aussichtsturm wird auch mit einer Tunnelrutsche und einem kleinen Shop ausgestattet.

Erwartung

Möglicherweise kann man dann von diesem Turm aus auch bis nach Kopfing schauen, wohin die Gmundner dann aber nicht mehr fahren müssen, wenn sie sich einmal auch wie Tarzan fühlen wollen.

Doch dieser Grünberg-Baumkronenweg, davon sind alle an der Errichtung beteiligten Institutionen und Organisationen überzeugt, wird weit über Österrechs Grenzen hinaus von großer Anziehungskraft sein.

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