Dieser Almsee wird euch verzaubern!

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Dieser Almsee wird euch verzaubern!

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Der Name Grünau könnte für das ganze Tal stehen, denn wohin man schaut, begegnet dem Auge die grüne Farbe in allen Schattierungen. Sei es das glasklare, smaragdfarbene Wasser der Seen und Bächlein, die hellen Wiesen und saftigen Almen oder der lichte Wald mit besonderem Augenmerk auf das wildwachsende Alpenveilchen als bezaubernde Farbtupfen.

Auf unserer Wanderung begleitet es uns, wie in einem Naturgarten, auf Schritt und Tritt entlang des Weges. Die Wanderung beginnt beim Parkplatz des Gasthauses Jagersimmerl, etwa 10 km nach Grünau.

Früher Holzflöße – heute Fischzucht

Eine Brücke überquert den Almfluss, in leichtem Auf- und Abstieg schlängelt sich der Fußweg entlang der Felsabstürze, oberhalb des Seeauslaufes. Nach einem kurzen Abstieg ist das Wehr der Klause erreicht. Was in früheren Jahrzehnten dem Holzflößen diente, ist heute Standort der Fischzucht, um den Bestand an See- und Bachforellen sowie Saiblingen zu erhalten. Vom Wehr sind es nur wenige Schritte zum geschotterten Fußweg, teilweise entlang der kaum befahrenen Straße in Richtung Süden.  Im moorigen Uferbereich, stellenweise umgeben von Schilf, siedeln duftende Minze, Sonnentau, kleinwüchsige Erlen und der bittersüße Nachtschatten.

Der Weg hält sich nun eng an das Seeufer, es geht vorbei am Echoplatzl, vor uns liegt die Mutter der Almtaler Seen, das Tote Gebirge mit der Gipfelregion der mit Ziffern versehenen Kögel, der Almtaler Sonnenuhr, gespiegelt im Grün des Sees. See und Gebirge sind auch unterirdisch  verbunden: Durch die gewaltigen Karsthochflächen sickert der Niederschlag und speist, teils durch den Aggsbach, teils durch zahlreiche unterirdische Quellen, den See mit extrem nährstoffarmen Wasser.

Aufregender Mischwald

Vorbei am Gasthaus Deutsches Haus und dem Seehaus überquert der Rundweg das Mündungsdelta mit seinen kristallenen Zuflüssen über die Schwemmfächer. Beim vorletzten Steg lohnt sich ein kurzer Abstecher auf ein Steiglein nach rechts. Niedriges Gras, ein alter Baumstumpf, dicht von Moos überwuchert, Farnkraut wächst aus der morschen Höhle und entrollt seine Wedel. Am Rand neigen sich – klein und bescheiden – die anmutigen Blütenköpfchen des zyklamroten Alpenveilchens, und ihr süßes Blumenparfum verzaubert den Augenblick. Vorbei am glasklaren Mündungsbereich führt der Weg in sachtem Auf- und Abstieg über die Schutthänge des Ostufers. Das Grün im Mischwald kann so unglaublich aufregend sein – kann hell, dunkel, blaugrün oder gelblich schimmern, kann Streifen oder Ränder tragen, kann zerknittert oder mit glänzendem Wachs überzogen sein.

Im Schattenspiel des Waldes entwickeln sich an beiden Wegseiten die Alpenveilchen, seit jeher die Herzen der Menschen berührend. Links unten im See perlende Schnüre von Luftblasen, die unterseeische Quellen anzeigen. Die Farbe des Wassers nimmt dunklere Grautöne an, ein Hinweis auf die Algen und ihre Blüte, auf den Infotafeln ausführlich geschildert. Weiter geht es bis zur Fischerklause und von dort auf dem bereits bekannten Fußweg zurück zum Parkplatz.

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