Bedeutende kulturgeschichtliche Sammlung muss erhalten werden!

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Initiative kämpft dafür, dass wehrgeschichtliche Exponate weiter ausgestellt werden

Bedeutende kulturgeschichtliche Sammlung muss erhalten werden!

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Wenn sich keine Lösung findet, dann wird die interessante Wehrkundesammlung, die 40 Jahre lang eine Heimat im Schloss Ebelsberg gehabt hatte, künftig für immer in einem Depot der Landeskultur GmbH vergraben und damit den Blicken der Öffentlichkeit entzogen sein.

Von Kurt Guggenbichler

Gegen dieses mögliche Schicksal einer nicht unbedeutenden kulturgeschichtlichen Sammlung Oberösterreichs läuft nun eine Initiative von geschichtsbewussten Menschen und renommierten Organisationen Sturm, zu der unter anderem auch die oö. Offiziers- und Unteroffiziersgesellschaft, der OÖ Kameradschaftsbund, die Österreichische Gesellschaft für Heereskunde, der Hessenbund, die 13er-Kameradschaft sowie Bürgergarden, Traditionsregimenter und auch das Schwarze Kreuz gehören.

Sie alle setzen sich für die Schaffung einer heeresgeschichtlichen Dauerausstellung unter Einbeziehung der Sammlungen des ehemaligen Linzer Hessenmuseums, der k. u. k. Marine und des Zweierschützenarchivs ein. „Ein Universalmuseum soll die Thematik der oö. Wehrgeschichte von den Bauernkriegen bis hin zu den wehrgeschichtlichen Ereignissen der Zweiten Republik dauerhaft präsentieren“, erläutern die Plattformsprecher Andreas Danner, Franz Brandstätter und Friedrich Steiner das Ziel ihrer Initiative.

Zudem müsse die Sammlung eine fachgerechte, wissenschaftliche Aufbereitung erfahren.
Um der Realisierung ihrer Museumspläne und des damit verbundenen Bildungs- und Forschungsauftrags mehr Nachdruck zu verleihen, hat die Initiative auch eine Unterschriftensammlung ins Leben gerufen, mit der das Interesse dokumentiert werden soll. Abgestimmt wird online unter www.wehrgeschichte-ooe.at.

Die Aktion läuft bis Ende März, erläutert Danner, der auf eine große Teilnahme hofft. „Am liebsten wäre uns ein Verbleib der Sammlung im Schloss Ebelsberg gewesen“, betont Brandstätter, „aber da der Besitzer die Räume nicht mehr unentgeltlich zur Verfügung stellen wollte, musste sie raus.“ Nun dümpelt sie in einem Depot in Leonding vor sich hin, weil auch Alfred Weidinger, der Direktor der OÖ. Landeskultur, in seinen Häusern keinen Platz für die Sammlung erübrigen kann.

Die Initiative scheint jedenfalls zuversichtlich zu sein, ihre Pläne à la longue verwirklichen zu können, da sie weiß, dass auch schon andere Museumsprojekte vom Land großzügig gefördert worden sind. Und wenn nicht? Dann wäre es schade um die Sammlung, ist zu hören, und es wäre auch ein Schlag ins Gesicht aller geschichtsbewussten Oberösterreicher. „Irgendwo sollte die Sammlung jedenfalls zu sehen sein!“

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