Der Clapton aus der Messestadt: Ein Welser hat den Blues

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Vom Reisevermittler zum Star

Der Clapton aus der Messestadt: Ein Welser hat den Blues

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Mit einer musikalischen Hommage an seine Heimatstadt Wels hat sich der Reisevermittler Günther Gausch mit seinem Duopartner Wolfgang Riha einst in die Herzen der Messestadt-Bewohner gesungen. „I mog Wels“ hieß das Lied im STS-Sound, ein Bekenntnis zu dem Gausch auch heute noch steht.

Ein Porträt von Kurt Guggenbichler

„Dabei liebe ich den Beat“, schwärmt der Welser Musiker und Gründer des Consul-Reisebüros, der zu den Urgesteinen der Band-Szene in der Messestadt zählt.

Denn als in den 1960er-Jahren mit der englischen Pop-Musik auch bei uns die Beat-Musikkapellen wie die berühmten Schwammerl aus dem Heideboden schossen, da war auch Günther mit den „Sounds“ schon dabei.

Vorbild Clapton

Sowohl Sologitarrist Peter Graml auch Rhythmus-Gitarrist Franz Zimmerl leben heute leider nicht mehr und Schlagzeuger Martin Eder sitzt im Rollstuhl. Nur noch Bassgitarrist Günther Gausch – mittlerweile 69 – geht es gut und er macht auch noch Musik.

Heute kann er es sich auch leisten, das zu spielen, was ihm am meisten Spaß macht – das ist der Blues. Dieser Musikstil sei so vielseitig, schwärmt Gausch und wenn er einen Wunsch frei hätte, dann würde er wahnsinnig gern einmal mit Eric Clapton musizieren. Der sei der Größte für ihn.

Tatsächlich hat Günther aber nicht nur mit den „Sounds“, den „Woodpeckers“ und den „Memphistos“, sondern viele Jahre lang auch mit Wolfgang Riha als Unterhaltungsduo gespielt.

„Da wir nach den vielen aufregenden Beat-Jahren mit der Musik auch einmal Geld verdienen wollten, sind wir durch die Hotels des Salzkammergutes getingelt und haben für Feriengäste gespielt“, resümiert Gausch über diese Zeit.

Eigene Musiktitel

Das alles geschah neben seiner Tätigkeit im Reisebüro.
In den 1980er-Jahren begannen die beiden dann auch am Austro-Pop à la STS Gefallen zu finden und haben auch etliche eigene Musiktitel geschrieben, wie „Die Göss’n“, „Freitag is mei Tag“ oder auch die musikalische Hommage an ihre Heimatstadt: „I mog Wels“.

Damit sind „Riha & Gausch“ sogar zu kleinen Berühmtheiten im lokalen Musikgeschäft geworden. Später gesellte sich noch der Musiker Egon Honetschläger dazu, der als ehemaliges „Heinzelmännchen“ ebenfalls eines der musikalischen Welser Urgesteine ist.

Als Trio EWG haben sie daraufhin bei etlichen Altstadtfesten wie auch im Welser Altstadtlokal Neumayer gespielt. Da Gausch schon während seiner Beat-Band-Zeit auch bei der damals angesagten Tanzkapelle Willi Kloiber manchmal als Ersatz-Musiker im Einsatz war, konnte er wertvolle Erfahrungen auch in anderen musikalischen Genres sammeln.

Trotzdem möchte er die Hoch-Zeit des Beat-Sounds nicht missen. Günther hatte zwar richtig Konzertgitarre spielen gelernt, doch jeder, der Mitte der 1960er-Jahre ein Instrument auch nur halbwegs beherrschte, ließ sich schnell die so genannte
Pilzkopf-Frisur wachsen und suchte sich vier oder fünf Gleichgesinnte und gründete eine Band.

Das Mekka für die Welser Musiker war der „Heinrichshof“ in der Neustadt, wo der kettenrauchende Franz Zimmerl Senior bestimmte, wer auf seiner Mini-Bühne auftreten durfte.

Früher Erfolg

„Als Abendgage gab’s etwa 250 Schilling pro Musiker und eines jener legendären Wiener Schnitzel von Tochter Brigitte Zimmerl“, erinnert sich Gausch.

Nicht ohne Stolz schaut er auch auf den ersten Welser Band-Wettbewerb zurück, bei dem er sich mit den „Sounds“ trotz größter Konkurrenz den ersten Platz erspielte.

Mit welcher Nummer sie gewonnen haben, könne er heute nicht mehr genau sagen, sinniert Gausch, glaubt aber, dass es „These Boots Are Made for Walking“ war.

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