Der Klimaschutz als Marketing-Instrument

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Der Klimaschutz als Marketing-Instrument

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Wer klimafreundlich ist, ist hoch im Kurs. Gehörte bis vor Greta noch die gewissenlose Ausbeutung des Planeten und der Menschen zum Erfolgsgaranten für Investoren und Konzerne, so ist es heute „genau gleich, nur etwas anders“.

Ein Kommentar von Elsa Mittmannsgruber

Das „etwas Andere“ gereicht der Umwelt aber nicht zum Vorteil, da es sich lediglich um die Kommunikation handelt. Mit dem „Kampf gegen den Klimawandel“ wurde ein wunderbares Marketing-Instrument geschaffen, das sämtliche Gängeleien rechtfertigt und einem dabei sogar noch das Weltenretter-Mäntelchen umhängt.

Mit diesem werden jede Teuerung, Steuererhöhungen oder Verbote zum Akt der Nächstenliebe. Denn es ist für die Zukunft unserer Kinder. Wie durch ein Wunder wachen mehr und mehr millionenschwere Wirtschaftsmagnaten auf und wollen sich an der Rettung der Welt beteiligen. Alles nur aus Liebe zu Mensch und Natur versteht sich. Wer’s glaubt, wird selig.

Eigentlich braucht man nur die Maßnahmen genauer zu betrachten, die für unser Klima umgesetzt werden. Die Ideen sind unausgereift, scheinen nicht zu Ende gedacht und zerstören in einigen Fällen mehr als sie bringen. Aber das spielt keine Rolle, da nur der eigentliche Zweck immer gegeben sein muss: Irgendjemanden bringt es ganz viel Geld.

Der Klimawandel ist ein großes Geschäft und findige Kapitalisten setzen jetzt aufs beste Pferd, wenn sie sich das Gütesiegel „Klima­freundlich“ abholen. Es warten massenweise Steuergelder und Investoren, die ebenso auf die „Cashcow“ aufspringen möchten. Wirklich schade, dass sich letztlich alles als Show enttarnt. Denn unsere Natur leidet.

Die echten Probleme im Naturschutz interessieren aber niemanden, da ihre Lösung keinen Profit bringt. Im Gegenteil: Es würde bedeuten, einen Gang runter zu schalten. Aufzuhören mit dem endlosen Wachstum, der zügellosen Verbauung, dem schonungslosen Ressourcenverbrauch, dem rücksichtslosen Konsum, der alles auffressenden Globalisierung.

Ansätze davon finden sich zwar im türkis-grünen Regierungsprogramm, aber unter der Fuchtel von Lobbyisten dienen echte naturfreundliche Ideen höchstens dem Stimmenfang.

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