Durch Hörfehler zu einem Helden

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Durch Hörfehler zu einem Helden

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Ein Hörfehler machte Emil Krabath (68) einst zum erfolgreichen Gangsterjäger. Vor kurzem wurde der bekannte Welser Uhrmacher und Juwelier für seine langjährige und engagierte Unternehmertätigkeit in der Messestadt mit der Goldenen Verdienstmedaille geehrt.

Ein Bericht von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Man könnte darin auch eine Auszeichnung für das Durchhaltevermögen eines Geschäftsmannes sehen, der von Einbrechern schon mehrfach heimgesucht worden ist.

Goldene Verdienstmedaille für Emil Krabaths Durchhaltevermögen

An die genaue Zahl der Heimsuchungen durch Ganoven erinnert sich Krabath nicht mehr. Doch seien es sicher mindestens zehn Fälle in den letzten vierzig Jahren gewesen. Das letzte Vorkommnis war sogar ein Raubüberfall auf sein Geschäft in der Bahnhofstraße.

„Vorsicht, der hot a Pistoin“, habe seine Frau im ersten Schreck des Überfalls gerufen, worauf sich ihr Emil sofort an die Verfolgung des flüchtenden Verbrechers machte, weil er seine Gemahlin missverstanden und folglich gehört hatte: „Hilfe, der hot wos g‘stoin!“ Und das Gestohlene wollte Emil natürlich wiederhaben.

Raika überreichte Sicherheitspreis

Dazu brauchte er nicht weit zu laufen, denn schon in der Rablstraße konnte er den Flüchtenden stellen und bald darauf der Polizei übergeben. „Dafür habe ich dann von der Raika auch einen Sicherheitspreis erhalten“, sagt Krabath und schmunzelt: „Wenn ich natürlich gehört hätte, dass der Täter bewaffnet ist, wäre ich ihm niemals nachgelaufen.“

Dennoch hält er Wels und auch Linz, wo Krabath auch einmal ein Juweliergeschäft betrieb, nicht für unsichere Pflaster. „Das sind gut organisierte Banden, gegen die kann man fast gar nichts machen“, sagt Emil, der nach jedem Einbruch die Vorsichtsmaßnahmen in seinen Geschäften verbessert hat. Auch die Polizei sei jedes Mal sehr schnell da gewesen, aber da waren die Täter schon über alle Berge.

Fühlt sich in Wels pudelwohl!

Apropos Berge: Krabath, ein gebürtiger Schladminger, kommt aus den Bergen, hat sein Handwerk in Arnoldstein und Villach erlernt, möchte dort aber nicht mehr leben, weil er sich in Wels schon seit seinem Zuzug im Jahr 1969 gleich sehr wohl gefühlt hat.

„Ich bin damals als Uhrmachergeselle zur Firma Naderhirn gekommen“, erzählt er, „hätte aber genauso gut in Meran landen können.“

Auch die Nachfolgefrage ist geregelt

Denn Krabath hatte damals zwei Stellenbewerbungen abgeschickt und die schnellere Antwort war jene aus Wels gewesen. Was für ein Glück für die Welser Kaufmannschaft, dessen engagiertes Gründungsmitglied Emil war und auch als Faschingsprinz hat er einmal eine Rolle gespielt, zusammen mit seiner Frau Margarete als Prinzessin.

Als Uhrenfachgeschäft wird die Firma Krabath den Welsern erhalten bleiben, denn mit Tochter Birgit ist die Nachfolgefrage geregelt. Er selbst mischt nur noch gelegentlich im Geschäft mit, denn Emil ist schon seit 2013 in Pension, aber nicht im Ruhestand.

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