Ein Kreuz darf nicht auf ein Gruppenfoto – ein Kopftuch schon

Schwedischer Schüler geschockt:

Ein Kreuz darf nicht auf ein Gruppenfoto – ein Kopftuch schon

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Ein 15jähriger Schwede wurde bei einem Foto-Shooting in der Schule von der Fotografin aufgefordert, sein Jesus-Kreuz abzunehmen, weil das auf einem Gruppenfoto eine Beleidigung sei. Das Kopftuch einiger Mitschülerinnen störte nicht. Der Vater des Buben beklagte sich beim Ombudsmann. Würde das einem Mädchen mit Kopftuch oder einem jüdischen Schüler mit Davidstern passieren, hätte es einen Skandal gegeben, sagte er.

Unerfahrene Fotografin

Der Schuldirektor distanzierte sich von dem Vorfall. Die Fotografin habe einen Fehler begangen. Die Foto-Agentur rechtfertigte das Verhalten der Mitarbeiterin damit, dass diese wenig Erfahrung mit Schulfotos habe. Der Ombudsmann reagierte bisher nicht. Dafür wurde in der Schule diskutiert, was man für ein Schulfoto tragen dürfe.

Kreuz in die Hosentasche gesteckt

Der betroffene Junge erzählte schwedischen Medien: „Ich trug einen weinroten Pullover mit einem Kragen, das Kreuz mit Jesus hing heraus, ich trug es an einer ziemlich langen Kette“. Die Fotografin forderte ihn auf, das Kreuz wegzugeben, denn das wäre auf einem Schulfoto ein Affront. Er sei geschockt gewesen, gehorchte aber und verstaute das Kreuz in seine Hosentasche. Er habe sich nicht gut dabei gefühlt. Er sei nicht der Typ, der Streit suche. Er habe der Fotografin einen „bedeutsamen“ Blick zugeworfen, um anzudeuten, wie sonderbar das sei. Denn jene, die ein Kopftuch trugen, mussten es nicht abnehmen. Natürlich wolle er nicht, das so etwas jemals passiere. Aber wenn er gezwungen werde, sein Kreuz abzunehmen, müsse das auch für andere, religiöse Symbole gelten, sagte der Bub.

Religionsfreiheit in Gefahr

Er und seine Familie seien sehr aktiv in der Kirche von Schweden, jeder in der Klasse wisse das seit Jahren, und das sei nie ein Problem gewesen. Der Vaters brachte Beschwerde beim Ombudsmann ein und sagte: „Das mag wie eine Kleinigkeit erscheinen. Aber letztendlich geht es darum, welche Art von Gesellschaft wir wollen und wie viel unsere Religionsfreiheit wert ist. Dann wird ein Vorfall wie dieses ernst und eine Grundsatzfrage “. Man hege keinen Groll gegen die Schule, aber es sei wichtig, auf die „Taubheit zu reagieren“, die bezüglich Religion bestehe, nicht zuletzt für christliche Kinder und Jugendliche.

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